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LUZERN: Crowdfunding für inszenierte Führungen beim Löwendenkmal

Das Löwendenkmal in Luzern zieht jährlich tausende Besucher an. Doch was ist die Geschichte hinter dem Löwen? Diese möchten junge Historiker aus der Region mit inszenierten Führungen vermitteln – noch aber fehlt Geld.
Touristen schiessen Erinnerungsfotos vor dem Löwendenkmal in Luzern. (Bild: PD/Marie Cuennet)

Touristen schiessen Erinnerungsfotos vor dem Löwendenkmal in Luzern. (Bild: PD/Marie Cuennet)

Am Anfang moderner demokratischer Nationalstaaten wie der Schweiz steht die Französische Revolution (1789–1799). Am Anfang des Löwendenkmals in Luzern stehen Schweizergardisten, die während des Tuileriensturms von 1792 in Paris versuchten, den französischen König Ludwig XVI. vor den Revolutionären zu schützen – und dabei regelrecht massakriert wurden. Dieses Ereignis jährt sich am 10. August zum 225. Mal.

Inszenierte Führungen ab August

Das 225-Jahr-Jubiläum des Tuileriensturmes nimmt ein Team junger Historiker zum Anlass, inszenierte Führungen beim Löwendenkmal anzubieten. Diese sollen vom 10. August bis 1. Oktober 2017 stattfinden. Eine Führung läuft so ab: Eine Historikerin beziehungsweise ein Historiker führt eine Gruppe von rund 20 Personen durch etwa 14 Posten. Dabei wird die Geschichte des Schweizer Söldnerwesens und jene der Französischen Revolution erläutert. Neben Uniformen von Schweizergardisten, einer Taverne im Bunker und einem Frachtcontainer beim Bourbaki Panorama, gibt es Ausschnitte aus dem Grossgemälde «Tuileriensturm» zu sehen (siehe Bild). Dieses wird L. Bang und O. Lorch zugeschrieben und lag über 125 Jahre eingerollt im Luzerner Alpineum.

«Wir wollen eine fachhistorisch fundierte, multimediale und spektakulär visualisierte Geschichtsvermittlung anbieten», schreibt Dr. Jürg Stadelmann auf der Webseite seines Büros für Geschichte, Kultur und Zeitgeschehen in Luzern. Der Historiker ist Initiator des Projektes und ferner als Gymnasiallehrer an der Kantonsschule Alpenquai und an der Maturitätsschule für Erwachsene (MSE), beide in Luzern, tätig.

40 000 Franken gesucht

Die Albert-Köchlin-Stiftung und die Stadt Luzern unterstützen das Projekt unter anderen. Gemäss Medienmitteilung klafft trotzdem ein Loch von rund 40 000 Franken im Budget. Dieser Betrag soll nun mittels Crowdfunding eingebracht werden. Als Dankeschön an die Spender gibt es Baumwolltaschen, Bücher und, ab 500 Franken Spendensumme, Gutscheine für Privatführungen.

mm

Projektinfos und Crowdfunding

Mehr Infos zum Projekt und Tickets gibt es auf der Webseite www.1792-luzern.ch. Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann sich über www.100-days.net beim Crowdfunding beteiligen.

Ausschnitt aus dem Gemälde «Tuileriensturm» (1889), welches die Schweizergardisten zeigt. Notabene: Es wurde 97 Jahre nach dem Tuileriensturm gemalt. (Bild: PD/Jürg Stadelmann)

Ausschnitt aus dem Gemälde «Tuileriensturm» (1889), welches die Schweizergardisten zeigt. Notabene: Es wurde 97 Jahre nach dem Tuileriensturm gemalt. (Bild: PD/Jürg Stadelmann)

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