LUZERN: CVP-Vorstand sagt Ja zur Familieninitiative

Mit 24:20 Stimmen fasst der Vorstand der Luzerner CVP die Ja-Parole zur SVP-Familieninitiative.

Cyril Aregger
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Glückliche Familien: Ein Hauptanliegen der CVP. Ob man aber die Familieninitiative der SVP unterstützen soll, darüber herrscht derzeit Uneinigkeit. (Bild: Getty)

Glückliche Familien: Ein Hauptanliegen der CVP. Ob man aber die Familieninitiative der SVP unterstützen soll, darüber herrscht derzeit Uneinigkeit. (Bild: Getty)

Der Steuerabzug für die Eigenbetreuung ist im Kanton Luzern dank einer CVP-Forderung bereits Realität. Dennoch sorgte die SVP-Familieninitiative an der Sitzung des CVP-Vorstandes zur Parolenfassung vom 24. November für eine angeregte Diskussion, die mit einem relativ knappen 24:20 (bei 2 Enthaltungen) für die Initiative endete. Ein Antrag aus der Diskussion, der die Stimmfreigabe verlangte, wurde mit einem ähnlichen Ergebnis abgelehnt.

Die Katze im Sack

Während die Befürworter darauf pochten, dass die Familie ein Kernanliegen der Partei sei, meldeten die Gegner Bedenken angesichts der Finanzierung an. Da die finanziellen Auswirkungen für Kanton und Gemeinden nicht ersichtlich seien, werde die Katze im Sack gekauft.

Wer am Montagabend im CVP Vorstand gegen die Familieninitiative votierte und aus welchen genaueren Motiven ist nicht eruierbar. Auf die entsprechende Frage verwies Pirmin Jung darauf, dass die Parteivorstandssitzungen interne Anlässe seien.

Auch an der DV ein Thema?

Der Entscheid, das umstrittene Thema auf Vorstandsebene und nicht an der heutigen DV zu behandeln, ist der CVP-Parteileitung nicht leicht gefallen. Präsident Jung: «Wir haben die Gewichtung der Themen hin- und her diskutiert.» Dennoch ist es möglich, dass die Familieninitiative am Donnerstagabend in Grosswangen auf Antrag nochmals aufs Tapet kommt. «Wir sind dafür gerüstet», sagt dazu Parteipräsident Pirmin Jung.