LUZERN: Dachse halten die Stadt auf Trab

Selbst Blitzlicht und Schottersteine konnten eine Dachsfamilie nicht davon abhalten, die Hubelmatt-Turnhalle zu unterhöhlen. Jetzt reagiert die Stadt mit Beton.

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Die beiden Hauswarte des Hubelmatt-Schulhauses, Markus Lang (links) und Daniel Kurmann, füllen den Eingang zum Dachsbau mit Schotter. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die beiden Hauswarte des Hubelmatt-Schulhauses, Markus Lang (links) und Daniel Kurmann, füllen den Eingang zum Dachsbau mit Schotter. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die Stadt Luzern kämpft mit ungebetenen Gästen beim Hubelmatt-Schulhaus: Eine Dachsfamilie hat sich unter der Turnhalle einquartiert und fleissig Gänge gebuddelt. Wie viele der nachtaktiven Wildtiere dort leben, ist unklar: «Das wissen wir nicht. Wir nehmen an, es sei eine Familie, die sich in den letzten Jahren vermehrt hat», sagt Kurt Hürlimann, der als Ressortleiter Bildungsbauten bei der Stadt Luzern die betroffene Immobilie verwaltet. Erste Löcher waren bereits 2011 sichtbar, doch das ganze Ausmass des Dachsbaus trat erst 2012 bei einer Kanalisationsumlegung zu Tage. «Die Höhlen sind massiv. Sie reichen bis zu zweieinhalb Meter in den Boden und bis zu fünf Meter unter das Gebäude». Insgesamt haben die Tiere fast drei Kubikmeter Erdreich unter der Turnhalle hervorgegraben. Betroffen ist vor allem die westliche der beiden Turnhallen.

Erst versuchten die städtischen Mitarbeiter, den Dachs mit Blitzlichtlampen zu vertreiben. «Das hat nur vorübergehend funktioniert», sagt Hürlimann rückblickend. Denn nach einem kurzen Ausflug in die Nachbarschaft kehrten die Tiere zurück. Deshalb wurde die Höhle mit sogenanntem Wandschotter – das sind bis zu 30 Zentimeter dicke Schottersteine – aufgefüllt. Doch auch diese Massnahme vertrieb die Tiere nicht. Um das Fundament und die unterirdischen technischen Installationen vor Beschädigungen und Wassereintritt zu schützen, sind die seitlichen Löcher nun mit armiertem Beton gefüllt worden. «An der Südfassade haben wir einige Löcher offen gelassen, wir wollten die Tiere ja nicht einschliessen.» Diese bleiben vorübergehend offen, die Höhle wird sporadisch mit einer Kamera abgesucht.

Emanuel Thaler

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