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LUZERN: Das kleine Geheimnis des Stadtpräsidenten Beat Züsli

Seit September ist Beat Züsli Stadtpräsident von Luzern. Kurz zuvor hat sich bei Züsli auch im Privaten etwas Wichtiges verändert. Er hat zum zweiten Mal geheiratet.
Der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli mit seiner langjährigen Partnerin und seit kurzem Ehefrau Kathrin Krammer (Bild: Antonio Russo / LZ)

Der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli mit seiner langjährigen Partnerin und seit kurzem Ehefrau Kathrin Krammer (Bild: Antonio Russo / LZ)

Im Anschluss eines Interviews, das die «Neue Luzerner Zeitung» im vergangenen Juni mit Beat Züsli führte, beantwortete der heutige Stadtpräsident auch noch einige persönliche Fragen. Unter dem Titel «Züsli über» äusserte sich der SP-Politiker zum Beispiel über den FC Luzern oder die Familie. Zum letzten Punkt sagte er damals: «Ich habe einen 20-jährigen Sohn, bin geschieden und lebe seit sieben Jahren mit meiner Partnerin zusammen.» Heute würde der Stadtpräsident antworten: «Ich habe einen 20-jährigen Sohn und bin seit kurzem zum zweiten Mal verheiratet.»

Trauung: Fünf Tage vor Amtsantritt

Seine Trauung fand am 26. August statt, fünf Tage bevor der 53-Jährige sein neues Amt antrat. Geheiratet hat Züsli seine langjährige Partnerin Kathrin Krammer. Sie ist Professorin an der Pädagogischen Hochschule Luzern und befasst sich dort unter anderem mit Lehr- und Lernpsychologie sowie allgemeiner Didaktik.

Bewusst nicht aktiv kommuniziert

Auf die Heirat angesprochen, sagt Züsli: «Das ist kein Geheimnis. Aber wir haben bewusst darauf verzichtet, die Trauung aktiv zu kommunizieren.»

Ranghohe Politiker stehen im Fokus des öffentlichen Interesses. Ob und welche Details sie aus dem Privatleben publik machen, ist personenabhängig und wird von Fall zu Fall anders beurteilt, wie zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit exemplarisch aufzeigen.

Manch ein Leser der «Schweizer Illustrierten» mag sich Ende August verwundert die Augen gerieben haben, als er das Interview mit dem Schriftsteller Lukas Hartmann las. Hartmann, verheiratet mit der Bundesrätin Simonetta Sommaruga, sprach dabei nicht nur über seinen neuen Roman «Ein passender Mieter», sondern auch über die Liebe zu seiner Frau «im Wandel der Zeit», wie es in der Artikelüberschrift hiess. Fliessend wechselte der Interviewer vom Beruflichen ins Private, als er in Bezug auf den Roman festhielt: «Nach über 20 Jahren ist die Liebe vertrocknet.» Dann stellte er gleich fest, persönlich an Hartmann gerichtet: «Auch Ihre Frau – Bundesrätin Simonetta Sommaruga – ist ausgezogen und wohnt nicht mehr hier im gemeinsamen Haus.» Hartmann bestätigte den Befund und begründete die räumliche Trennung mit folgendem Satz: «Unter der Woche ist Simonetta ja so unendlich beschäftigt mit all ihren Terminen, Gesprächen und Entscheidungen. Und ich sitze hier meist sehr verinnerlicht am Schreibtisch. Wir haben gemerkt, dass das schlecht zusammengeht.» Sommaruga und Hartmann sähen sich zwar auch unter der Woche noch ab und zu, heisst es weiter. Ihre Beziehung ist heute aber aufs Wochenende fokussiert.

Der Fall Darbellay

Nicht immer wird so professionell kommuniziert, wie das Hartmann getan hat. Das zeigt die Affäre um den früheren CVP-Präsidenten Christophe Darbellay. Vor wenigen Tagen wurde publik, dass der Christdemokrat zum vierten Mal Vater wurde. Leider brachte das Kind nicht seine Gattin zur Welt. Denn Ende letzten Jahres hatte Darbellay offenbar eine Affäre. Der Nachwuchs entstammt diesem Seitensprung. Gegenüber dem «Sonntagblick», der die Sache publik machte, sagte der CVP-Politiker. «Ich bereue mein Verhalten zutiefst, und ich habe meine Ehefrau und meine Familie um Verzeihung gebeten.»

Thomas Heer

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