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LUZERN: Das Spital investiert 45 Millionen in ein Provisorium

Die Notfall- und Intensivabteilung des Kantonsspitals soll noch dieses Jahr erweitert werden. Die Übergangslösung wird 15 Jahre Bestand haben.
Cyril Aregger
So soll das neue Zentrum für Notfall- und Intensivmedizin aussehen. Der 45-Millionen-Bau soll Ende 2016 bezugsbereit sein. (Bild: Visualisierung PD)

So soll das neue Zentrum für Notfall- und Intensivmedizin aussehen. Der 45-Millionen-Bau soll Ende 2016 bezugsbereit sein. (Bild: Visualisierung PD)

In der zweiten Hälfte dieses Jahres sollen am Kantonsspital in Luzern wieder die Bagger auffahren. Gebaut wird das Zentrum für Notfall- und Intensivmedizin (ZNI). Derzeit wird per Ausschreibung im Luzerner Kantonsblatt ein Generalunternehmer für den Bau gesucht. Das ZNI wird ein vierstöckiger Bau, 77 Meter lang und 21,5 Meter breit und wird im Norden an den bestehenden Sockel des Spitalzentrums angebaut. Die Kosten für die Bauarbeiten betragen gemäss Ausschreibung im Kantonsblatt rund 45 Millionen Franken. Bei Baueingabe im September 2014 war noch von 43 Millionen die Rede gewesen. Die definitiven Kosten können allerings erst nach der Ausschreibung beziffert werden. Die Finanzierung regelt das Kantonsspital gemäss früheren Angaben eigenständig – sprich ohne Mithilfe des Kantons – mit Eigen- und Fremdmitteln.

Laut Florentin Eiholzer, Departementsleiter Betrieb und Infrastruktur des Luzerner Kantonsspitals (Luks), sind im interdisziplinären Notfall 25 Behandlungsplätze vorgesehen. «Ergänzend dazu wird eine kleine Notfallbetten-Station mit vier Plätzen für kurzstationäre Aufenthalte errichtet.» Diese ist für Patienten vorgesehen, die das Spital mit hoher Wahrscheinlichkeit innert 24 Stunden wieder verlassen können.

Intensivstationen: Aus 2 mach 1

Im Bereich der Intensivstation sind 33 Bettenplätze eingeplant. Sie ersetzen die Intensivstationen Chirurgie und Medizin, die heute in unterschiedlichen Etagen des Spitalhauptgebäudes untergebracht sind. Laut Eiholzer stehen derzeit insgesamt 24 Betten zur Verfügung. «Der Ausbau ist nötig aufgrund der bereits heute sehr hohen und wachsenden Auslastung. Durch die Rochade von beiden medizinischen Bereichen in das neue Gebäude gibt es mehr Platz für die Patientenversorgung im Hauptgebäude.» Dadurch könne das Luks die Behandlungsabläufe optimieren und auf die zunehmende Anzahl Patienten reagieren.

Wie das Luzerner Kantonsspital bereits bei der Projektankündigung im vergangenen Juli mitteilte, werden ohnehin eng verbundene akutmedizinische Funktionsbereiche im neuen Zentrum räumlich sehr eng zusammenrücken. Es sind dies die Bereiche Intensivmedizin, Notfallmedizin, Aufwachraum, Anästhesie, Operationssäle und Radiologie.

Rückbau wegen Neubauten

Ende 2016 soll das Zentrum für Notfall- und Intensivmedizin bezogen werden können. Die Lebensdauer des Gebäudes ist aber beschränkt: Gemäss Vorschrift des Bebauungsplans muss es wieder zurückgebaut werden, wenn im Zuge der Neubauten auf dem Luzerner Spitalareal die neuen Räumlichkeiten bereit stehen (siehe Kasten). Dies dürfte in rund 15 Jahren der Fall sein.

Ein weiteres Provisorium auf dem Areal des Kantonsspitals wurde bereits in Betrieb genommen: Im zweistöckigen Pavillon, der östlich an das Kinderspital gebaut wurde, sind Arztbüros und Sekretariate des Kinderspitals und Schulungsräume der Höheren Fachschule Gesundheit Zentralschweiz untergebracht. «Durch diese Auslagerung kann unter anderem der im Kinderspital dringend benötigte Raum-Mehrbedarf für die ambulante Patientenbehandlung geschaffen werden», sagt Florentin Eiholzer. Der Pavillon soll so lange bestehen, bis voraussichtlich 2020 ein Neubau realisiert wird.

900 Millionen werden investiert

Luzern ca. Das Luzerner Kantonsspital (Luks) hat in Luzern Grosses vor: Auf dem Campus des Luks Luzern soll eine Gesamtspitallösung realisiert werden. Dazu sollen diverse der älteren Gebäude abgerissen werden und Neubauten weichen. Die Realisierung von Neubauten biete die Chance, die Prozesse nach neusten Erkenntnissen patientengerecht und effizient zu definieren, so das Spital. Derzeit plant das Luks, die Erneuerung in vier Etappen bis voraussichtlich 2030 zu realisieren. Die erste Etappe beinhaltet das Kinderspital sowie einen ersten Teil des Parkings. Insgesamt rechnet das Spital mit einem Investitionsvolumen von rund 900 Millionen Franken. Neues Spital für Wolhusen 110 Millionen Franken für 110 Betten: So viel Geld will das Luks in den Standort Wolhusen investieren. Das neue Spital, das entgegen den ursprünglichen Ideen höher als einstöckig gebaut werden soll, könnte Ende 2019 bezugsbereit sein. Geplant ist, die Zahl der Vollzeitstellen um 30 auf 290 aufzustocken. Momentan betreuen die Mitarbeiter des Spitals stationär jährlich rund 4400 Patienten.

Cyril Aregger

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