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LUZERN: Das Verkehrshaus erhält eine Indoor-Schanze

In knapp zwei Monaten sollen die Besucher im Verkehrshaus abheben. Möglich machts eine 30 Meter lange Skisprungschanze.
Die geplante Indoor-Skisprungschanze in der Halle Luft- und Raumfahrt des Verkehrshauses. (Bild: Visualisierung PD)

Die geplante Indoor-Skisprungschanze in der Halle Luft- und Raumfahrt des Verkehrshauses. (Bild: Visualisierung PD)

Ein alter Menschheitstraum dürfte im Verkehrshaus in Luzern bald in Erfüllung gehen: das Gefühl vom Fliegen. In der Halle Luft- und Raumfahrt ist die gesamte Geschichte des Fliegens ausgestellt, vom Segelapparat des Flugpioniers Otto Lilienthal bis zum modernen Flugzeugtyp A340. Die Geschichte wird nun durch die Herren der Lüfte mit den angeschnallten Ski ergänzt: durch eine Indoor-Skisprunganlage.

Eine Skisprungschanze im Inneren des Verkehrshauses? Genau, richtig gelesen. Nur werden Simon Ammann oder Gregor Deschwanden trotzdem kaum durch die Halle fliegen.

30 Meter lang und 9 Meter hoch

Die rund 30 Meter lange und 9 Meter hohe Schanze dürfte sicherlich für den einen oder anderen Adrenalinkick sorgen. «Eine Flugweite bis 6 zu Metern wird bestimmt erreicht werden», sagt Berni Schödler, Chef Skispringen von Swiss-Ski. «Mit der Schanze lässt sich das Gefühl vom Abheben, Fliegen und Landen hautnah erleben», ergänzt Initiant Markus Roos von der Schanzen Einsiedeln GmbH. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit zwischen der Schanzen Einsiedeln GmbH, dem Verkehrshaus Luzern und Swiss-Ski realisiert. Auch die Kosten zwischen 150 000 und 200 000 Franken werden laut Olivier Burger, Mediensprecher des Verkehrshauses, gemeinsam von diesem Dreierbündnis getragen. «Wir haben die Kosten im Griff», betont Markus Roos. Viel Zeit für die definitive Planung und vor allem für den Bau der Indoor-Sprungschanze bleibt den Veranstaltern nicht: Bereits Ende April, in knapp zwei Monaten, sollen die ersten Besucher abheben.

Details bleiben geheim

Wie ein solcher Sprung und vor allem die Schanze dann aber tatsächlich aussehen werden, das wollen die Verantwortlichen aber nicht en détail verraten.

Auch die Visualisierung der Sprungschanze lässt einen nur erahnen, wie man künftig auf den Ski zum Sprung ansetzen wird. Man wolle schliesslich an der Eröffnung noch für die eine oder andere Überraschung sorgen, begründet Roos diese Zurückhaltung.

Klarheit verschafft Roos indes über die Sicherheit: «Sie ist das A und O.» Gewährleistet wird diese durch ein Sicherungsseil, welches dem Gewicht angepasst wird und dessen Führungsschiene sich über der Fahrfläche befindet (siehe Visualisierung). Ebenso gilt eine Helmtragepflicht. Die Verantwortung für die Sicherheit übernimmt das Verkehrshaus. Auch das nötige Personal wird vom Museum gestellt, wie Mediensprecher Olivier Burger sagt.

Schanze soll Nachwuchs anlocken

Mit den Räumlichkeiten des Verkehrshauses habe man den perfekten Austragungsort gefunden, sagt Markus Roos. Über 250 000 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Schweiz besuchen jährlich das Museum. Eine interessante Zielgruppe, auch für Swiss-Ski: «In den letzten Jahren haben wir viele Kinder- und Jugendlichenschanzen verloren», sagt Berni Schödler. «Mit der Schanze im Verkehrshaus wird den Kindern der Sport nähergebracht das macht Lust auf mehr.»

Einen Aufpreis zahlen muss man für den Menschentraum vom Fliegen nicht, da sich die Attraktion innerhalb des allgemein zugänglichen Museumsbereichs befindet.

Übrigens: Wer den Sprung wagt, wird mit einer Urkunde ausgezeichnet und darf sein Können gratis in Einsiedeln auf einer richtigen Sprungschanze beweisen, so Markus Roos.

Niels Jost

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