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LUZERN: Dein Freund und Helfer: So kam der Polizist zur Fahne

Ein Polizist trägt am Kinderumzug in der Stadt Luzern eine Fahne. Jetzt ist klar, warum es dies tat.
Beim Kinderumzug am Güdisdienstag in der Stadt Luzern springt ein Polizist als Fahnenträger ein. (Bild: Leserbild Walter Linke)

Beim Kinderumzug am Güdisdienstag in der Stadt Luzern springt ein Polizist als Fahnenträger ein. (Bild: Leserbild Walter Linke)

Hobbyfotograf Walter Linke war wie viele andere auch am Kinderumzug in der Stadt Luzern. Was er sah, schildert er wie folgt: «Ein Polizist ist spontan eingesprungen, weil der Fahnenträger ausfiel». Was sich zugetragen hatte, konnte er nicht feststellen. Nur so viel: «Ich sah in der Nähe der Weggisgasse zuerst eine Polizeipatrouille und dann, dass die blau-weisse Fahne wieder hochgehoben wurde und sich in Bewegung setzte. Es muss also etwas passiert sein, das nicht vorgesehen war.» Dass die Polizei hier als Freund und Helfer eingesprungen ist, findet Walter Linke grossartig. «Über die Polizei wird oft genug geschimpft. Wenn sie helfend eingreift, darf das auch erwähnt werden», meint er.

Nachdem die Neue Luzerner Zeitung das Bild am 17. Februar publiziert hatte, meldet sich Marco Herzog, Präsident der Chatzemusig auf unserer Redaktion: «Die Chatzemusig Lozärn war beauftragt, die Fahne der Vereinigten Luzerner Guuggenmusigen anlässlich des Kindermonsters zu tragen», so Herzog. «Der Fahnenträger bekam nach kurzer Wegdistanz gesundheitliche Probleme und musste aus dem Umzug ausscheiden. Zwei umsichtige, mitlaufende Polizisten haben in dieser Situation hervorragend und unkompliziert gehandelt», erklärt er die Szene.

Einerseits hätten sie sich um die Person gekümmert, anderseits habe der Polizist auf dem Bild die Fahne ergriffen und sei eine kurze Wegdistanz damit gelaufen. Die Chatzemusig Lozärn habe sich kurz aus den eigenen Reihen neu organisieren müssen, damit der Polizist von seiner temporären Tätigkeit wieder entlastet werden konnte. Der Einsatz als Fahnenträger dauerte weniger als zwei Minuten. Der Fahnenträger sei übrigens wieder wohlauf und fit, lässt Herzog ausrichten.

Übrigens: So zufällig war der Polizist nicht anwesend. Es handelte sich nämlich um den für die Altstadt zuständigen Quartierpolizisten. Und als solcher muss er nicht nur für Ruhe und Ordnung sorgen, sondern hilft auch spontan, wenns im Quartier irgendwo «brennt».

rgr/rem

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