LUZERN: Der Frühling lässt die Pflanzen kalt

Das Gras wächst nicht, und die Bauern können nicht aussäen. Der anhaltende Winter macht den Landwirten zu schaffen.

Rgr
Merken
Drucken
Teilen
«Das Kraut wächst einfach nicht»: Anton Wiederkehr auf seinem Erdbeerenfeld in Grosswangen. (Bild: Nadia Schärli)

«Das Kraut wächst einfach nicht»: Anton Wiederkehr auf seinem Erdbeerenfeld in Grosswangen. (Bild: Nadia Schärli)

«Seit Herbst haben wir nur Nässe und Kälte. Der Boden ist zu nass, und bei den Temperaturen wächst nichts», sagt Josef Häfliger, Landwirt aus Grosswangen. Er fügt hinzu: «Und wenn es keinen Graswuchs gibt, haben die Kühe nichts zu weiden.» Das bedeute, dass das Vieh derzeit immer noch mit Winterfutter gefüttert werden müsse.

Wird das Futter knapp?

Sollte sich die Wetterlage nicht bald verbessern, könnte dies für manche Milchviehhalter eine Futterknappheit zur Folge haben. Doch grundsätzlich herrscht noch keine Hysterie, denn ein warmer April kann vieles wieder gutmachen. Dafür gibt es allerdings noch keinerlei Anzeichen: Laut Meteorologe Christoph Voisard von Meteo Schweiz erfahren wir bis Sonntag eine Fortsetzung des aktuellen Wetters mit leichter Bise, Regen und Schnee bis auf 1000 Meter.

Auch auf dem Hof von Anton und André Wiederkehr in Grosswangen hofft man auf wärmere Tage. Neben der Milchwirtschaft und der Schweinezucht sind für sie die Erdbeeren und Spargeln ein wichtiger Wirtschaftszweig. Jetzt wäre der Zeitpunkt, sich um die Erdbeeren zu kümmern. Aber anstelle eines satten Grüns sind auf den Erdbeerfeldern nur kleine Pflänzchen zu sehen. «Das Kraut wächst einfach nicht», sagt Anton Wiederkehr.

Auch die Bienen fliegen nicht

Die Gemüse- und Ackerbau-Betriebe sind laut Jakob Lütolf, dem Präsidenten des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands, am stärksten von Nässe und Kälte betroffen. «Die Aussaat von Zuckerrüben oder Frühkartoffeln ist derzeit praktisch nicht möglich, vor allem in schweren Böden.»

«Wir sind sehr am Warten», sagt auch Lukas Erni vom Verband Luzerner Imker. Die Bienen können im Moment noch nicht fliegen, weil es zu kalt ist. Und selbst wenn sie den Bienenstock verlassen, ist das Nahrungsangebot knapp – es fehlt sowohl an Pollen wie auch an Nektar.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.