LUZERN: Der lange Weg zum Abfall-Ofen

Die Abfall­entsorgung war lange eine zweifelhafte Angelegenheit. Dank der KVA Ibach wurde die Region Luzern zur Muster­schülerin. Jetzt werden dort die Öfen definitiv abgeschaltet.

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1917

1917

Nach 44 Jahren wird die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Ibach ausgemustert, am Samstag wird das Feuer in den Öfen für immer gelöscht. Mit der Renergia in Perlen ist das Zentralschweizer Abfallwesen Anfang Jahr in eine neue Ära eingetreten.

Doch so sauber, wie unser Abfall heute entsorgt wird, ging es nicht immer zu und her: Zusammen mit Martin Zumstein, Geschäftsleiter des Abfallverbandes Real (Recycling Entsorgung Abwasser Luzern), schauen wir in die Vergangenheit der Luzerner Abfallentsorgung. «Im Mittelalter warfen die Menschen ihren Abfall, Asche und Ausscheidungen einfach in schmale Gassen auf der Häuserrückseite», sagt Zumstein.

Yves Portmann

Der ehemalige Platz des Kranführer in der Kehrrichtverbrennungsanlage im Ibach. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
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Kaminfeger Manuel Bürkli reinigt den bereits abgestellten Ofen mit dem Hochdruckreiniger. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Die alte Kommandozentrale in der Kehrrichtverbrennungsanlage Ibach. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Kaminfeger Dirk Feierabend reinigt den bereits abgestellten Ofen. In der KVA Ibach gegen bald das Feuer ganz aus. Noch sind von den drei Verbrennungsöfen zwei in Betrieb. Neuer Abfall wird keiner mehr angeliefert. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Die KVA Ibach im Jahr 2010. (Bild: zvg / Aura)
Die KVA Ibach im Jahr 1970. (Bild: zvg / Hans Luternauer)
Die Kehrrichtverbrennungsanlage Ibach stellt den Betrieb ein. (Bild: zvg / Aura)
Die Kamine der Verbrennungsanlage Ibach. (Archivbild Pius Amrein / Neue LZ)
Die Kehrrichtverbrennungsanlage Ibach, im Hintergrund wird an der heutigen A2 gebaut. (Bild: Hanspeter Luternauer)

Der ehemalige Platz des Kranführer in der Kehrrichtverbrennungsanlage im Ibach. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Sie zündeten am 7. Januar 2015 das Renergia-Feuer (von links): Ruedi Kummer (Gesamtprojektleiter), Franz-Xaver Muheim (Verwaltungsratspräsident Renergia AG), Martin Zumstein (Geschäftsleiter Real) und Jürg Meyer (Initiator der Renergia). (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
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Pro Jahr werden 200'000 Tonnen Güsel aus der Zentralschweiz angeliefert. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Ein Lastwagen lädt den Abfall ab. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Der Kran bringt den Abfall zum Verbrennungsofen. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Abfall liegt zum Brennen bereit. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Die Kommandozentrale in der neuen Kehrrichtverbrennungsanlage. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Die ersten Lastwagen fahren vor. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Ein Lastwagen bei der Anfahrt. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)
Dezember 2014: Im September 2012 erfolgte der Spatenstich - jetzt ist die neue Abfallverbrennungsanlage betriebsbereit. (Bild: Nadia Schärli)
Dezember 2014. Luftkondensatoren auf dem Dach der Anlage. (Bild: Nadia Schärli)
Dezember 2014. Abfallanlieferung: Zu Testzwecken wurde vor Weihnachten bereits Abfall angeliefert. (Bild: Nadia Schärli)
Die fertig erstellte neue Kehrichtverbrennungsanlage im Dezember 2014. (Bild: Nadia Schärli)
Dezember 2014. (Bild: Nadia Schärli)
Dezember 2014. Der Kommandoraum. (Bild: Nadia Schärli)
Dezember 2014. (Bild: Nadia Schärli)
Bild: Quelle: Renergia / Grafik: Martin Ludwig
Blick auf die KVA Renergia in Perlen am 22. Oktober 2014. (Bild: René Meier)
Der Fassadenbau ist einer der letzten Schritte vor der Inbetriebnahme. (Bild: Philipp Zurfluh)
Blick auf das Dach der Anlage. (Bild: Philipp Zurfluh)
Über diese roten Rohre wird der erzeugte Dampf in die Papierfabrik geliefert. (Bild: Philipp Zurfluh)
Die Aussenansicht des Kommandoraums. (Bild: Philipp Zurfluh)
Vom Kommandoraum wird der Ablauf der Kehrichtverbrennung gesteuert. (Bild: Philipp Zurfluh)
Mit dem Kehrichtkrahn wird der Abfall transportiert. (Bild: Philipp Zurfluh)
Blick auf die KVA Renergia in Perlen. (Bild: René Meier)
Dezember 2013 (Bild: Dominik Wunderli)
Dezember 2013 (Bild: Dominik Wunderli)
Dezember 2013 (Bild: Hugo Bischof / Neue LZ)
Dezember 2013 (Bild: Hugo Bischof / Neue LZ)
Dezember 2013 (Bild: Hugo Bischof / Neue LZ)
Dezember 2013 (Bild: Hugo Bischof / Neue LZ)
Dezember 2013: Einbau der Teile für den Verbrennungsofen (Bild: PD)
Dezember 2013: KVA in der Abenddämmerung (Bild: PD)
Dezember 2013: Einbau der Verfahrenstechnik (Bild: PD)
Dezember 2013: Einheben von Kesselteilen (Bild: PD)
Dezember 2013: Komponenten der Rauchgasreinigung werden eingehoben. (Bild: PD)
Für das Jahr 2014 stehen nun die weitere Montage der Verfahrenstechnik, der Stahlbau sowie die Fertigstellung des Dachs und der Fassaden auf dem Programm. (Bild: PD)
September 2013: Rundgang durch die Baustelle der KVA. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
13.9.2012: Spatenstich für die neue Kehrrichtverbrennungsanlage. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Bild: Manuela Jans / Neue LZ
Längsschnitt der Verfahrenstechnik. (Bild: PD)
Bild: PD

Sie zündeten am 7. Januar 2015 das Renergia-Feuer (von links): Ruedi Kummer (Gesamtprojektleiter), Franz-Xaver Muheim (Verwaltungsratspräsident Renergia AG), Martin Zumstein (Geschäftsleiter Real) und Jürg Meyer (Initiator der Renergia). (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)