LUZERN: Der Mattenhof wird ein Sport- und Eventzentrum

In Kriens entsteht eine Sport- und Eventarena für die ganze Zentralschweiz. Dies haben Initianten und Behörden bekanntgegeben. Rund 170 Millionen Franken werden investiert – auch in ein 80 Meter-Hochhaus.

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Auch verkehrstechnisch ist die Standortwahl geschickt: Die Bahn-Haltestelle ist schon dort. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)

Auch verkehrstechnisch ist die Standortwahl geschickt: Die Bahn-Haltestelle ist schon dort. (Bild: Roger Gruetter / Neue LZ)

«Pilatus Arena» heisst die Sport- und Eventarena für die Zentralschweiz, die im Mattenhof in Kriens entstehen wird. Bis ins Jahr 2018 soll die Anlage realisiert werden. Das wurde an einer Medienkonferenz am Mittwoch bekanntgegeben. Die Initianten rechnen damit, dass die Sport- und Eventarena nationale und internationale Ausstrahlung erreichen wird. Die «Pilatus Arena» soll Platz für 4000 Zuschauer bieten.

Grossanlässe im Visier

Das Projekt wird breit vom Bund, dem Kanton Luzern, LuzernPlus und den fünf Gemeinden der Kernagglomeration (K5) sowie von mehreren Sportverbänden und Grossveranstaltern aus der ganzen Schweiz unterstützt. Hier sollen sich Angebote und Aktivitäten aus den Bereichen Sport, Events, Tourismus, Gastronomie und Gewerbe konzentrieren.

Die Pilatus Arena soll Platz für Anlässe «mit nationaler und internationaler Ausstrahlung» bieten, sagen die Initianten. Zudem entstehe mit der Pilatus Arena die Infrastruktur für Sportvereine und Spitzensport. In der Pilatus Arena sollen künftig nationaler und internationaler Handball, Spitzentennis, Hallenfussball und andere Sportgrossanlässe stattfinden. Zudem könnten hier Musicals, Fernseh-Shows, Kongresse und Tagungen stattfinden. Zudem werde die Anlage auch eine grosse infrastrukturelle Lücke für Schulen, den Hochschulsport, für lokale Vereine und die Nachwuchsförderung schliessen.

«Das Areal Mattenhof ist mit S-Bahn, Bus und Autobahn aber auch für den Langsamverkehr optimal erschlossen», sagt Pius Zängerle, Präsident von LuzernPlus zur Standortwahl. Das Grundstück Mattenhof II gehört der Stadt Luzern. Der Stadtrat ist bereit, es gegen eine Entschädigung für das Projekt zur Verfügung zu stellen, das letzte Wort wird aber das Stadtparlament haben.

30 Millionen kostet die Arena

Insgesamt wird mit Investitionskosten von 30 Millionen Franken nur für die Pilatus Arena alleine gerechnet. Die gesamte Investitionssumme für alle Hoch- und Tiefbauten beträgt nach Auskunft von Toni Bucher, Präsident des ausführenden Generalunternehmers, rund 170 Millionen Franken. Finanziert wird die Pilatus Arena durch Beiträge von Kanton (aus dem Sport Toto-Fonds) und Bund (aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept), durch private Investoren sowie durch den Mehrwert, der durch ein Hochhaus auf dem Areal realisiert werden kann. Die Gemeinde Kriens hat bereits in ihrer Bau- und Zonenordnung festgelegt, dass auf dem Areal ein Gebäude von bis zum 80 Metern Höhe (statt 45 Meter) realisiert werden kann, wenn der erzielte Mehrnutzen in Sportinfrastruktur investiert wird. Zum Vergleich: Die beiden Hochhäuser auf der Allmend haben eine Höhe von 77 respektive 88 Metern.

Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport, begrüsst das Vorhaben der Region Luzern: «Das Projekt für die Pilatus Arena lässt hoffen, dass bald an national zentraler, verkehrsmässig guter Lage eine Sportanlage für Wettkämpfe entsteht, die den Anforderungen zahlreicher Hallensportarten in idealer Weise entspricht.»

Selbsttragender Betrieb ist möglich

Das Projekt wird von der Eberli Sarnen AG realisiert. Die Generalunternehmung konnte bereits erfolgreich die Swissporarena auf der Allmend realisieren. Berechnungen zeigen, dass ein Betrieb ohne die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand möglich sein wird. Dazu soll eine private, solid abgesicherte Betreibergesellschaft gegründet werden.

pd/cv