LUZERN: «Der Schüür droht die Schliessung»

Auf dem alten Güterbahnhof wollen die SBB eine Überbauung realisieren – direkt neben dem Konzerthaus Schüür. Die Juso sind alarmiert.

Luca Wolf
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Schüür-Geschäftsführer Thomas Gisler beim Konzertlokal: Im Hintergrund ist die Rösslimatt-Überbauung geplant. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Schüür-Geschäftsführer Thomas Gisler beim Konzertlokal: Im Hintergrund ist die Rösslimatt-Überbauung geplant. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

So sieht die geplante Überbauung auf dem Rösslimatt-Areal aus, rot eingekreist die Schüür. (Bild: PD)

So sieht die geplante Überbauung auf dem Rösslimatt-Areal aus, rot eingekreist die Schüür. (Bild: PD)

«Die Gefahr ist gross, dass sich beim Konzerthaus Schüür erhebliche Nutzungskonflikte mit Anwohnern der geplanten Überbauung ergeben», sagt Yannick Gauch, Präsident der städtischen Juso. Weil eine weitere Verdrängung von Kulturhäusern aus der Stadt nicht in Frage komme, müsse man jetzt vorbeugen. «Sonst droht der Schüür, wie einst der Boa, die Schliessung.» Gauch spricht das Projekt Rösslimatt an. Die SBB planen auf dem Areal, das entlang der Abstellgleise zwischen dem Konzerthaus Schüür und dem Citybay-Komplex geplant ist, eine Grossüberbauung mit 400 Wohnungen, einem Hochhaus und einem Bürogebäude (Ausgabe vom Samstag). Die Wohnhäuser sollen nur wenige Meter vom Schüür-Grundstück entfernt gebaut werden.

Mieter sollen Lärm dulden

Als Option schlägt Gauch vor, dass die künftigen Mieter eine Duldungspflicht unterschreiben müssten. «Damit würden sie sich verpflichten, die heutige Situation zu akzeptieren.» Seitens der SBB sieht man die Sache gelassen. Jürg Stöckli, Leiter Immobilien sagt: «Das wird nicht zu Problemen führen.»