LUZERN: Der Steuervogt jagt Rockbands

Freizeitkünstler geraten vermehrt ins Visier der Luzerner Steuerämter. Zu holen gibts oft aber nichts. Im Gegenteil: Die Bemühungen können zum Bumerang werden.

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Markus Portmann während der Proben in Littau. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Markus Portmann während der Proben in Littau. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Markus Portmann rieb sich verwundert die Augen, als er vor wenigen Wochen das Schreiben des Steueramtes Beromünster zur Kenntnis nahm. Betreff des Briefes: selbstständiger Nebenerwerb. Als Sänger und Gitarrist ist er der Leader der Deep Purple Tribute-Band Lies. Für den Staat wird bei Portmann, der zu 100 Prozent als Röntgentechniker arbeitet, aus der Nebenerwerbstätigkeit nichts abfallen.

Als Treuhänder betreut der Luzerner Lukas Kaiser einige Freizeitkünstler. Aus Erfahrung weiss er: «Bei Rockbands mit ihren teuren Anlagen ist der Aufwand fast immer grösser als der Ertrag.» Kaiser erinnert sich an einen Kunden, der pflichtbewusst Einnahmen und Aufwendungen seines Hobbys auflistete. Das Resultat war immer dasselbe: ein Verlust. Das Erfreuliche dabei: Das Minus aus dem Nebenerwerb konnte vom übrigen Einkommen abgezogen werden.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der «Zentralschweiz am Sonntag»