LUZERN: Deutschkurse vor dem Kindergarten

Ein FDP-Postulat fordert Deutschunterricht für fremdsprachige Kinder im Vorschulalter. Die Regierung begrüsst die Idee.

Red
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Fremdsprachige Kinder sollen möglichst bald deutsch lernen. Blick in den «Spielhof» in Nebikon. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Fremdsprachige Kinder sollen möglichst bald deutsch lernen. Blick in den «Spielhof» in Nebikon. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Je früher desto besser: Getreu diesem Motto schlagen FDP-Kantonsrat Damian Müller und Mitstreiter die Einführung eines «selektiven Deutschunterricht-Obligatoriums für Kinder vor dem Kindergarteneintritt» vor. In einem entsprechenden Postulat fordern sie die Luzerner Regierung auf, zu prüfen, wie ein solches Angebot mit der kantonalen Frühförderung verbunden werden könnte. «Alle Kinder im Kanton Luzern sollen ihre Kindergarten und Schulkarrieren mit ausreichend Deutschkenntnissen starten können», begründen die Verfasser ihren Vorstoss. «Ohne diese Voraussetzung ist das Grundrecht der Chancengleichheit nicht gewährt.»

Die Luzerner Regierung empfiehlt das Postulat erheblich zu erklären. Sie pflichtet den Verfassern bei, «dass die frühe Sprachförderung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten verstärkt werden muss». Obligatorisch soll diese Förderung aber nicht sein.

Teilnahmepflicht in Ausnahmefällen

«Fremdsprachige Kleinkinder lernen die Ortssprache am einfachsten im Umgang mit Gleichaltrigen, die in der Familie mit dieser Sprache aufwachsen», schreibt die Luzerner Regierung in ihrer Begründung. Es sei die Aufgabe der Gemeinden, diese Kontakte zu fördern, durch Elterntreffs, Spielgruppen, Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Turnen oder Spielplätze. «Grundsätzlich sollte der Besuch dieser Angebote für Kinder bis zum Eintritt in den Kindergarten freiwillig sein», hält die Regierung fest. In einigen Luzerner Gemeinden, wie etwa in Nebikon, bestehen bereits solche freiwilligen Angebote.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen LZ und im E-Paper.