LUZERN: Die Wirtschaftsfakultät kann gegründet werden

Die Universität Luzern besteht aus den drei bestehenden sowie aus der geplanten Wirtschaftsfakultät. So steht es im neuen Universitätsgesetz, das der Kantonsrat am Montag in erster Lesung beschlossen hat.

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Das Gebäude der Uni Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Das Gebäude der Uni Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

An der Universität Luzern studieren zur Zeit 2600 Personen. 13 Jahre nach der Gründung der Universität Luzern mit ihren drei Fakultäten Theologie, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Rechtswissenschaften wird das Universitätsgesetz revidiert.

Im neuen Gesetz festgeschrieben wird die Autonomie der Universität. Beschränkt wird diese durch die Leistungsvereinbarung, die sie mit dem Regierungsrat abschliesst. Der Kantonsrat beschliesst jährlich den Globalbeitrag.

Für die Schaffung und Schliessung von Fakultäten ist der Kantonsrat zuständig. Das Parlament legte fest, dass die Fakultäten namentlich im Gesetz erwähnt werden. Das Gesetz muss somit bei der Schaffung oder Schliessung einer Fakultät angepasst werden. Dagegen kann das Referendum ergriffen werden.

Die Ratsmehrheit begründete die Auflistung der Fakultäten im Gesetz damit, dass die Universität von den Stimmberechtigten an der Urne beschlossen worden war. Eine Ratsminderheit dagegen fand, dass eine Nennung der Fakultäten nicht zu einer modernen und flexiblen Gesetzgebung passe.

Die geplante, aber noch nicht gegründete Wirtschaftsfakultät wird im Gesetz bereits aufgeführt. Der Kantonsrat hatte der Schaffung dieser neuen Abteilung 2012 im Rahmen eines Planungsberichtes gutgeheissen.Sofern die Finanzierung gesichert sei, steht einer Realisierung nach Ansicht der Mehrheit nichts mehr im Wege.

Die Ratslinke dagegen lehnt die Schaffung einer Wirtschaftsfakultät ab, weil Wirtschaft bereits an der Hochschule Luzern studiert werden könne. Der Entscheid für die Wirtschaftswissenschaften sei rein finanzpolitisch motiviert. (sda)