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LUZERN: Diese Pflanze gehört nicht hierhin

Gewisse Pflanzen aus anderen Kontinenten sind Gift für das Ökosystem. Dazu gehört der Kirschlorbeer. Nun gehen die Behörden gegen die «Neophyten» vor – und hoffen auf die Bevölkerung.
Die Stadtförster von Luzern entfernen wildes Kirschlorbeer aus dem Wesemliwald am Stadtrand von Luzern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Die Stadtförster von Luzern entfernen wildes Kirschlorbeer aus dem Wesemliwald am Stadtrand von Luzern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Sie haben wohlklingende Namen und sehen wunderschön aus: Goldrute, Sommerflieder, Kirschlorbeer, Japanischer Knöterich oder Drüsiges Springkraut. Aber sie bereiten unserer heimischen Vegetation grosse Probleme, weil sich die exotischen Pflanzen rasant ausbreiten.

Insbesondere der Kirschlorbeer wird zu einer zunehmenden Gefahr für die Luzerner Wälder, wie Kanton und Stadt Luzern in einer Medienmitteilung festhalten. Als kostengünstige und pflegeleichte Heckenpflanze sei der immergrüne Kirschlorbeer sehr beliebt in den Gärten. Doch in den letzten Jahren sei der ursprünglich aus Kleinasien stammende Strauch immer häufiger in den Wäldern des Kantons Luzern aufgetaucht. Dort bilde er dichte Bestände und behindere mit seinem dichten Blattwerk die natürliche Verjüngung des Waldes, heisst es weiter.

Der Kampf gegen den Kirschlorbeer gestaltet sich schwierig und aufwändig – und kann zudem kaum Wirkung zeigen, solange der Nachschub aus den Gärten anhält. Hier setzen die gemeinsamen Anstrengungen von Kanton und Stadt Luzern (unterstützt von der Regionalkonferenz Umweltschutz) an: Weil im Gegensatz zu anderen Problempflanzen beim Kirschlorbeer noch kein Pflanzverbot erreicht werden konnte, sollen Liegenschafts- und Hausbesitzer dazu motiviert werden, beim Kirschlorbeer nicht nur auf Neupflanzungen zu verzichten, sondern die Sträucher aktiv aus ihren Gärten entfernen und durch ökologisch sinnvolle Alternativen ersetzen. Damit erhoffen sich die Behörden, dass die Ausbreitung des Kirschlorbeers von den Gärten in die Natur gestoppt werden kann und sich der Kirschlorbeer nicht noch weiter unkontrolliert verbreitet.

Der Kirschlorbeer gehört zu den Rosengewächsen. Ihre Sorten werden als frostharte Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet. Eine einfache Massnahme ist auch, die Blütenstände vor der Samenbildung abzuschneiden und zu entsorgen.

Neue Kampagne

Im Zentrum der Kampagne steht eine öffentliche Aktion auf dem Löwenplatz, die vom 12. bis zum 18. September dauert. In den nächsten Wochen wird zudem mit in Gitterkörben eingepackten Kirschlorbeerpflanzen auf verschiedenen Quartierplätzen auf die Problematik hingewiesen. Noch bis zum 15. Oktober läuft die Bestellfrist für die städtische Wildgehölzaktion. Sie bietet die Möglichkeit, ökologisch sinnvolle einheimische Sträucher als Alternative zum Kirschlorbeer gratis zu beziehen (www.luzerngruent.ch -> Wildsträucher).

Standaktion: Samstag, 17. September, 9 bis12 Uhr, Löwenplatz, Beratung zur Problematik invasiver Neophyten, Infos zur Erkennung von Problempflanzen, richtige Bekämpfung und einheimische Alternativen.

Exkursion: Mittwoch, 21. September 18 bis 19.30 Uhr, Treffpunkt: Haltestelle Seefeldstrasse, vbl-Bus 24
Rundgang mit dem Biologen Thomas Röösli durch die Wälder des Seeburgquartiers. Die eingewanderten Pflanzen werden näher vorgestellt und deren Auswirkungen erläutert. Keine Anmeldung erforderlich, kostenlos.

Weitere Informationen: www.umweltberatung-luzern.ch

rem

Mehr zum Thema am 14. September in der Neuen LZ.

Ein Mitarbeiter der Stadtgärtnerei Luzern trägt einen gefällten Baum weg. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Ein Mitarbeiter der Stadtgärtnerei Luzern trägt einen gefällten Baum weg. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Ein wilder Kirschlorbeer im Wesemlinwäldli in der Stadt Luzern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Ein wilder Kirschlorbeer im Wesemlinwäldli in der Stadt Luzern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Durch Vögel gelangen die Kirschlorbeerfrüchte aus den Gärten in den Wald. (Bild PD)

Durch Vögel gelangen die Kirschlorbeerfrüchte aus den Gärten in den Wald. (Bild PD)

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