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LUZERN: Dok-Film zur Finanzpolitik wird realisiert

Knapp eine Woche vor Ablauf des Crowdfundings für «Luzern – der Film» ist das Mindestziel von 120'000 Franken erreicht worden. Mit diesem Geld wollen die Initianten einen professionellen Dokumentarfilm über die Luzerner Finanzpolitik drehen.

«Mit dem Durchbruch der 120'000-Franken-Marke ist der Startschuss für die Filmproduktion gefallen», sagt Marco Liembd vom Kollektiv besorgter Bürgerinnen und Bürger auf Anfrage. Lose Gespräche mit Regisseuren würden nun konkretisiert, die Recherche intensiviert, und ein Produktionsteam habe die Aufgabe, den gesammelten Betrag etwa mittels Filmförderungsmitteln zu verdoppeln.

Dass das Projekt gegen Ende wieder vermehrt finanzielle Unterstützung erhalten habe, liege wohl auch an der Berichterstattung in unserer Zeitung. «Nachdem publik wurde, dass der Kanton den Verzugszins für zu spät bezahlte Steuern auf den national höchsten Wert von 6 Prozent anhob, verzeichneten wir viele Spenden auf einmal.»

«Dunstkreis der Kultur» verlassen

Den Initianten ist es laut Liembd gelungen, dass der Film den «Dunstkreis der Kultur» verlassen und in der breiten Bevölkerung Fuss fassen konnte.

Das Ziel der Initianten ist aber noch nicht erreicht. «Wir wollen die Marke von 150'000 Franken erreichen, damit wir den Film flächendeckend im Kanton zeigen können», sagt Liembd. Geplant sei, dass man auch auf die Landschaft gehe, dort den Film zeige und anschliessend eine Diskussion stattfinde, etwa darüber, wie die Finanzpolitik im Kanton aussehen soll. Aus diesem Grund findet auch das bereits angedachte Bingo im Kleintheater übermorgen Samstag statt. Spenden sind auch danach möglich. «Für einen Dokumentarfilm hat man nie zu viel Geld», sagt Liembd.

Politologe: Film muss These glaubhaft belegen können

Politologe Mark Balsiger erstaunt es nicht, dass so eine Summe zu Stande gekommen ist: Die Luzerner Regierung habe den Steuerfuss für Privatpersonen zunächst viermal reduziert, dann habe er ihn 2017 wieder erhöhen wollen, was das Volk an der Urne verhindert habe. «Dieses Hüst und Hott sorgt im Kanton offensichtlich für Unmut.» Der Film treffe bei den Leuten wohl einen Nerv. «Wer so schnell 120'000 Franken zusammenbringt, hat entweder viel Erfahrung beim Geldsammeln, oder der Fokus des Projekts trifft ins Schwarze.»

Wollen die Initianten, dass der Film Wirkung erzielt, so ist es laut Balsiger wichtig, dass er eine These glaubhaft belegen könne. «Wenn er die Debatte, die über das übliche Links-rechts-Schema hinausgeht, vertiefen kann, wäre einiges gewonnen.» Wichtig sei, dass sich Finanzdirektor Marcel Schwerzmann gebührend äussern dürfe. «Sonst riecht es nach Einseitigkeit.»

(mod)

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