Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

LUZERN: Doppelt so viel Arbeit für Anlaufstelle für Sans-Papiers

Die Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers in Luzern hat immer mehr zu tun. 2015 hat sich die Anzahl ratsuchender Personen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Die Luzerner Beratungsstelle für Sans-Papiers hatte im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun. (Symbolbild) (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die Luzerner Beratungsstelle für Sans-Papiers hatte im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun. (Symbolbild) (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Im letzten Jahr suchten 199 Personen aus der Zentralschweiz die Beratungsstelle auf, im Jahr davor waren es noch 107 Personen, wie der Verein Kontakt- und Beratungsstelle für Sans-Papiers Luzern mitteilte.

Insgesamt liessen sich die Anfragenden in insgesamt 651 Gesprächen zu ihren Grundrechten beraten. Neben der Frage des rechtlichen Status sei die Sorge um die Kinder einer der wichtigsten Aspekte in der Beratung.

Die Ratsuchenden stammen aus 48 verschiedenen Ländern. Die grösste Gruppe bilden Menschen aus dem Tibet, gefolgt von jenen aus Eritrea. Auch die Anzahl von nicht registrierten Sans-Papiers, die sich ihren Lebensunterhalt durch Arbeiten in Privathaushalten, auf Bauernhöfen, in der Landwirtschaft oder im Gastgewerbe verdienen, sei kontinuierlich angestiegen.

Die Beratungsstelle in Luzern existiert seit 2012. Die Ratsuchenden stammten aus der ganzen Zentralschweiz. Gemäss der Kontaktstelle leben im Kanton Luzern schätzungsweise zwischen 6300 und 9400 Sans-Papiers. Schätzungen der Internationalen Organisation für Arbeit gehen von bis zu 300'000 Personen in der ganzen Schweiz aus. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.