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LUZERN: Doris Leuthard zu Gast im KKL

Um der nächsten Generation eine Welt zu hinterlassen, auf der es nach wie vor lebenswert sei, brauche es unter anderem eine «intelligent vernetzte Energieversorgung». Dafür plädierte Energieministerin Doris Leuthard am Montag am 29. Europa Forum in Luzern.
Doris Leuthard am Europa-Forum im KKL. (Bild Roger Grütter)

Doris Leuthard am Europa-Forum im KKL. (Bild Roger Grütter)

Im Zentrum des eintägigen Anlasses im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) war die Jahrhundertherausforderung Energie. An der öffentlichen Veranstaltung am Abend nahmen 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil.

Luzerns Stadtpräsident Stefan Roth erwähnte in seiner Begrüssungsrede die Terroranschläge in Paris und forderte die Anwesenden auf, als Zeichen der Solidarität mit den Opfern in einem Moment der Stille zu verharren.

Saubere Energie und Effizienz

Das Europa Forum habe das Thema Energie zu einem richtigen Moment gewählt, sagte Bundesrätin Doris Leuthard in ihrer Rede. «In einem Moment, in dem uns allen bewusst ist, dass die Energiepolitik ein globales Thema ist.»

Denn mehr Menschen, mehr Wirtschaftswachstum und mehr Mobilität führten dazu, dass der Energieverbrauch in den nächsten 20 Jahren massiv ansteigen werde, sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

Um den Planeten zu retten, müsse der globale Temperaturanstieg auf zwei Grad minimiert werden. Dafür sei Kohle als Energieträger nicht die sauberste und gescheiteste Lösung. Es brauche vor allem saubere Energie und mehr Effizienz, sagte die Bundesrätin.

Die Energieministerin stellte klar, dass die Schweiz die internationalen Trends nur marginal beeinflussen könne. Die Schweiz könne aber den eigenen Energiemix und den eigenen Energieverbrauch beeinflussen und antizipieren.

Energiesparen im Fokus

Mit vielen Massnahmen sei es bereits gelungen, Wirtschaftswachstum und Bevölkerungswachstum vom Energieverbrauch zu entkoppeln. «Das heisst, wir können wachsen ohne automatisch mehr Energie zu verbrauchen. Und das ist entscheidend», sagte Leuthard.

Mit der Energiestrategie 2050 konzentriere sich der Bundesrat auf das Energiesparen. Dabei wolle er auch das einheimische Potential für erneuerbare Energie aufbauen. «Die Wasserkraft ist unsere Perle, unser Rückgrat.» Leuthard plädierte für eine intelligent vernetzte Energieversorgung. Dies brauche Zeit, aber clevere Modelle seien am Entstehen.

«Wenn wir nichts tun, wird die Erwärmung der Erde weiter gehen», sagte die Bundesrätin. Nichts tun, die Augen schliessen und hoffen, dass diese Krise an uns vorbei gehe, sei keine Lösung. Jedes Land müsse seinen Beitrag leisten.

Gefragt seien Investitionen in erneuerbare Energien, weniger Kohle und vernetzte Energietechnologien. «Nur so hinterlassen wir unseren Kindern eine Welt, auf der es nach wie vor lebenswert ist», sagte Leuthard.

Der zweite für diesen Abend angekündigte Redner, Österreichs Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, sagte seinen Auftritt kurzfristig ab - wegen der sich zuspitzenden Flüchtlingskrise. An seiner Stelle sprach Christian Schönbauer, Leiter der Sektion Energie und Bergbau im Österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Sein Referat hatte den Titel: «Energie: Chance und Herausforderung für Österreich und die Europäische Union».

sda

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