LUZERN: Drei Kandidaten für zwei Sitze

Nun ist es definitiv: Für den zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen treten Marcel Schwerzmann (parteilos, bisher), Paul Winiker (SVP, neu) und Felicitas Zopfi (SP, neu) an. Die Wähler können aus zehn Listen auswählen.

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Sie treten im zweiten Wahlgang an: Paul Winiker (SVP), Marcel Schwerzmann (parteilos) und Felicitas Zopfi (SP). (Bilder Corinne Glanzmann)

Sie treten im zweiten Wahlgang an: Paul Winiker (SVP), Marcel Schwerzmann (parteilos) und Felicitas Zopfi (SP). (Bilder Corinne Glanzmann)

Bis zum Ablauf des Eingabeschlusses am Donnerstagmittag wurden beim Amt für Gemeinden folgende zehn Wahlvorschläge für den zweiten Wahlgang der Luzerner Regierungsratswahlen eingereicht:

  • SVP: Winiker Paul
  • SP und Gewerkschaften: Zopfi Felicitas
  • Komitee Marcel Schwerzmann wieder in den Regierungsrat: Schwerzmann Marcel
  • Komitee für eine bürgerliche Politik: Winiker Paul
  • Komitee für Luzern mit Zukunft: Schwerzmann Marcel, Winiker Paul
  • Verlässlich, glaubwürdig, Pro Luzern: Winiker Paul
  • Komitee «Keine reine Männerregierung»: Zopfi Felicitas
  • Komitee für Konkordanz: Zopfi Felicitas, Winiker Paul
  • Bürgerliche Wählerinnen und Wähler für Felicitas Zopfi: Zopfi Felicitas
  • Komitee für eine ausgewogene Regierung: Winiker Paul, Zopfi Felicitas

Der zweite Wahlgang findet am 10. Mai statt. Am Sonntag hatten nur die bisherigen Regierungsräte von CVP und FDP, Guido Graf und Reto Wyss sowie Robert Küng, das absolute Mehr erreicht.

Die CVPfasste am Mittwochabend den Beschluss, im zweiten Wahlgang Paul Winiker (SVP) und Felicitas Zopfi (SP) zu unterstützen. Sie sprachen sich damit gegen den Verbleib des parteilosen Marcel Schwerzmann in der Regierung aus.

Die FDPunterstützt die bürgerlichen Kandidaten Paul Winiker (SVP) und Marcel Schwerzmann (parteilos), wie die Delegierten ebenfalls am Mittwochabend beschlossen.

SPund SVPgaben ausser für ihre eigenen Kandidaten Paul Winiker beziehungsweise Felicitas Zopfi keine Wahlempfung ab, wie die Delegierten am Dienstagabend beschlossen.

Die Grünenhatten am Montagabend beschlossen, Michael Töngi zurückzuziehen, um die Kräfte im zweiten Wahlgang zu bündeln, um den linken Sitz in der Regierung zu verteidigen.

Die Luzerner Stimmbürger stehen vor einer Richtungswahl: Je nach Ausgang wird ein Bisheriger abgewählt, die SP um ihren 1959 eroberten Regierungssitz gebracht oder die SVP für weitere vier Jahre in der Opposition belassen. Fliegt die SP aus der Exekutive, wäre die neue Luzerner Regierung schweizweit die einzige Kantonsregierung ohne Frau.

pd/rem/sda