LUZERN: Dringend gesucht: Fachlehrer

An den Kantis fehlt es an Mathelehrern. Nun werden Stellen mit ungelerntem Personal besetzt – auf Kosten des Unterrichts?

Yasmin Kunz
Drucken
Teilen
Tiefe Löhne und attraktivere Angebote aus der Privatwirtschaft: Fachlehrer für Mathematik und Naturwissenschaften nach Luzern zu locken, gestaltet sich als schwierig. (Symbolbild Neue LZ)

Tiefe Löhne und attraktivere Angebote aus der Privatwirtschaft: Fachlehrer für Mathematik und Naturwissenschaften nach Luzern zu locken, gestaltet sich als schwierig. (Symbolbild Neue LZ)

Vor allem auf der gymnasialen Stufe steht man oft vor einem Problem, wenn solche vakanten Lehrerstellen im Bereich Mathe und Naturwissenschaften besetzt werden müssen. Das Problem, in diesen Fachbereichen Lehrer zu finden, kennt auch Remo Herbst, Präsident des Mittelschullehrerverbandes. «Die Situation ist prekär.» Es komme auch vor, dass sie Lehrer einstellen müssten, die das höhere Lehramt noch nicht absolviert hätten – denen also die didaktische Ausbildung fehle. Das zeigen auch die Zahlen der acht Kantonsschulen des Kantons Luzern. Von 681 Gymnasiallehrern unterrichten 47 Lehrer, obwohl ihnen das adäquate Lehrerdiplom fehlt.

Ein Grund für die angespannte Situation kennt Aldo Magno, Leiter der Dienststelle Gymnasialbildung in Luzern: «Hochschulabsolventen in den Fächern Mathematik oder Physik erhalten teils attraktive Angebote aus der Industrie oder von privaten Dienstleistungsanbietern.» Demzufolge entscheiden sich die Studenten nach dem Masterdiplom nur selten für das zweijährige Lehrdiplom für Maturitätsschulen.