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LUZERN: Durchgangsbahnhof: Bund soll Wort halten

Die Zentralschweiz weibelt weiter für ihre Bahnprojekte. Gemeinsam stellen die Regierungen Forderungen an den Bund – und wollen die Räte in Bern für sich gewinnen.
So könnte der Durchgangsbahnhof dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So könnte der Durchgangsbahnhof dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Ismail Osman

ismail.osman@luzernerzeitung.ch

Die Zentralschweizer Kantone bündeln ihre Kräfte im Namen des Durchgangsbahnhofes: Nachdem Verkehrsministerin Doris Leuthard Ende September die Vernehmlassungsvorlage zum Bahnausbauschritt 2030/35 präsentierte ( Ausgabe vom 30. September ), nehmen die Zentralschweizer Verkehrsdirektoren nun erstmals Stellung dazu.

Zwar bedauert die Zentralschweizer Konferenz der Kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs (ZKÖV) die Tatsache, dass der Luzerner Durchgangsbahnhof darin nicht enthalten ist, sieht sich aber auch in der Forderung nach einem solchen bestätigt. Im Rahmen einer Medienkonferenz haben die sechs Zentralschweizer Kantone, vertreten von ZKÖV-Präsident und Schwyzer Regierungsrat Othmar Reichmuth und dem Luzerner Verkehrsdirektor Robert Küng, gestern in Luzern ihre gemeinsamen Forderungen an den Bund der Öffentlichkeit präsentiert.

Küng stützt sich auf Leuthards Aussagen

Grundsätzlich wird der Vorschlag des Bundesrates für den nächsten Bahnausbauschritt unterstützt. «Für uns ist das Wichtigste, dass die Aussagen der Verkehrsministerin und die in der Vorlage enthaltenen Punkte in der Botschaft genau so Eingang erhalten», sagte Robert Küng. Aus Zentralschweizer Sicht bedeutet dies vorweg, dass der Zimmerberg-Basistunnel II in der vom Bundesrat empfohlenen Variante über 11,5 Milliarden Franken realisiert wird. Die viel diskutierte «Light-Variante» berge für die Zentralschweiz, insbesondere für Schwyz, Nachteile, etwa was die Anbindung an die Linie Zürich–Chur betreffe, argumentiert Othmar Reichmuth.

Aus Luzerner Sicht ist das Zimmerberg-Projekt zudem wegweisend für eine Realisierung des Durchgangsbahnhofes. Was diesen betrifft, so sieht man sich durch die Aussage Leuthards, wonach ein solcher Sinn mache und die entsprechende Projektierung ausgelöst werden soll, im Vorhaben endgültig bestätigt: «Alle Alternativen sind nun endgültig vom Tisch», sagt Küng. «Der Bundesrat gibt damit den Startschuss für den Durchgangsbahnhof – ein Meilenstein für Luzern», so Küng weiter.

Nebst der Forderung die Projektierung nun auch zu finanzieren, fordert die ZKÖV auch Klarheit in Bezug auf eine Vorfinanzierung des Projekts. Die Möglichkeit einer solchen besteht zwar, die in der Vernehmlassungsbotschaft vorgeschlagene Regelung sieht jedoch keine Gewähr auf Rückerstattung durch den Bund vor – bei einem 2,5-Milliarden-Projekt entsprechend eine zentrale Frage. «Klar ist, dass die Luzerner Regierung den Bürgern niemals eine Botschaft unterbreiten würde, in welcher der Kanton die gesamte Summe auf sich nimmt», so Küng. Die Vernehmlassung dauert noch bis zum 15. Januar 2018. Spätestens Ende 2018 sollte die Vorlage ins Parlament kommen.

Kampagne richtet sich an Entscheidungsträger

Die gestrige Medienkonferenz der ZKÖV diente auch als Startschuss für die Kampagne «Es wird eng». Mit dieser wird sowohl für den Durchgangsbahnhof wie auch den Zimmerberg-Basistunnel II geworben. Die Kampagne, welche unter www.es-wird-eng.ch einsehbar ist, richtet sich vorab an die Entscheidungsträger im National- und Ständerat sowie an andere Kantone und Verbände, die zur Bahnausbauvorlage eine Stellungnahme abgeben, wie Verkehrsdirektor Küng erklärt.

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