LUZERN: Ehre für Verkehrshaus-Gründer

Der verstorbene Alfred Waldis wurde am Dienstag mit einem eigenen Platz geehrt. Bei der Einweihung kneiften der Stadtpräsident und der Verkehrshausdirektor allerdings – wegen des Regens.

Daniel Schriber
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Wagten sich erst später auf den Platz mit der Namenstafel: Stadtpräsident Stefan Roth (links) und Verkehrshausdirektor Martin Bütikofer. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Wagten sich erst später auf den Platz mit der Namenstafel: Stadtpräsident Stefan Roth (links) und Verkehrshausdirektor Martin Bütikofer. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Alles war angerichtet für die Feier. Rednerpult und Stühle standen auf dem Platz vor dem Verkehrshaus bereit – nur die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fehlten noch. Doch als der neue «Alfred-Waldis-Platz» kurz nach 18 Uhr feierlich eingeweiht werden sollte, regnete es längst in Strömen. Und so enthüllten nicht wie geplant Stadtpräsident Stefan Roth und Verkehrshausdirektor Martin Bütikofer die Tafel zu Ehren des verstorbenen Verkehrshausgründers, sondern zwei weniger wasserscheue Mitarbeiter des Museums. «Also ich wäre auch im Regen da raus gesprungen.» Diesen Seitenhieb liess sich der ehemalige Stadtpräsident Urs W. Studer nicht nehmen.

«Genialer Botschafter von Luzern»

1984 wurde Alfred Waldis für seine Leistungen zugunsten des Verkehrshauses mit der Ehrennadel der Stadt geehrt, 2008 verlieh ihm der Stadtrat das Ehrenbürgerrecht – und nun also treffen sich Schulklassen, Familien und andere Verkehrshausbesucher fortan nicht mehr einfach «vor dem Verkehrshaus», sondern auf dem Alfred-Waldis-Platz.

Der Museumsgründer, der letztes Jahr im Alter von 93 Jahren verstarb, hatte das Verkehrshaus mit seinem grossen Engagement über Jahrzehnte geprägt.