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LUZERN: Eichhof übernimmt «Eichhof»

Ab Sommer wird im Restaurant Eichhof wieder Bier gezapft – und zwar hiesiges: Heineken Switzerland hat das Lokal gepachtet.
Thomas Heer
Der Pachtvertrag für das Traditionshaus in der Stadt Luzern wurde diese Woche unterzeichnet. (Bild: PD)

Der Pachtvertrag für das Traditionshaus in der Stadt Luzern wurde diese Woche unterzeichnet. (Bild: PD)

Otis-Lifte in den Gebäuden des Schindler-Hauptsitzes in Ebikon: Eher kümmert sich ein Kuckuck um seine eigene Brut, als dass dieses Szenario Realität würde. Und auch Folgendes wäre für viele kaum vorstellbar gewesen: Im Restaurant Eichhof, direkt vor den Toren des lokalen Grossbrauers, würde nicht hiesiges Bier gezapft, sondern ein Produkt von irgendwoher. Dass im Traditionshaus künftig die Lokalmarke mit dem Eichhörnchen im Logo an den Tischen gereicht wird, ist nun für lange Zeit gesichert. Denn diese Woche unterzeichnete Heineken Switzerland, Eichhofs Muttergesellschaft, einen Pachtvertrag über zehn Jahre mit der Option auf Verlängerung. Diesen Sachverhalt bestätigt Jan Freitag, Leiter Kommunikation bei der Schweizer Vertretung des niederländischen Brauereikonzerns.

Seit April 2013 gehört das Restaurant Eichhof den Brüdern Bruno und André Amberg. Die beiden Unternehmer erwarben das Gebäude damals von einer Grosspensionskasse, der Personalfürsorge des Kantons Zürich (BVK). Ursprünglich war geplant, den «Eichhof» bereits im vergangenen Spätsommer den Gästen wieder zugänglich zu machen. Am 31. Dezember 2012 war er als eines der traditionsreichsten Stadtluzerner Restaurants temporär geschlossen worden.

Aufgrund der aufwendigen Renovationsarbeiten, die gemäss André Amberg rund 800 000 Franken kosteten, verzögerte sich die Wiederinbetriebnahme jedoch. Anfänglich war geplant, dass die Brüder Amberg selber einen Pächter suchen. André Amberg sagt zu diesem Punkt: «Zu Beginn des laufenden Jahres war aber bereits klar, dass wir mit Heineken/Eichhof zusammengehen werden.»

Bürgerliche Küche

Heineken/Eichhof wird das Gasthaus nicht direkt selber führen. Gemäss Jan Freitag ist man auf der Suche nach einem Geranten. Über die künftige Ausrichtung sagt er: «Die Küche wird im gehobenen bürgerlichen Stil angesiedelt sein.» Und zur Pachtvertragsunterzeichnung mit den Ambergs fügt Freitag an: «Wir hatten sehr grosses Interesse an diesem Restaurant. Das Lokal wird künftig zu einer wichtigen Visitenkarte unseres Unternehmens.» Besonders angetan hat es Freitag der Outdoor-Bereich: «Das Areal ist ideal für einen Biergarten.» Das Datum der Wiedereröffnung steht allerdings noch nicht definitiv fest. Freitag ist aber zuversichtlich, dass das Lokal auf die kommende «Biergartensaison» hin geöffnet werden kann.

Als Bruno und André Amberg den «Eichhof» letztes Jahr erwarben, umfasste der Kauf nicht nur das Restaurant. Auf dem insgesamt 3200 Quadratmeter grossen Terrain befindet sich neben dem Gasthof auch noch die so genannte Villa Eichhof. In diesem modernen Gebäude sind mittlerweile die einst in Kriens beheimateten Amberg-Firmen – das Bauunternehmen einerseits und die Generalunternehmung andererseits – untergebracht. Im Gebäude hat sich zudem eine Augenklinik eingemietet.

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