LUZERN: Ein Rundgang auf der neuen «MS 2017»

Ein Drittel des neuen Motorschiffs der SGV ist gebaut. Ab 2017 soll es «Saint-Tropez-Feeling» auf dem Vierwaldstättersee vermitteln. Ein Rundgang in der Werft.

René Meier
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Michael Sigrist bei der Arbeit an der «MS 2017» in der Shiptec-Werft in Luzern. (Bild Eveline Beerkircher)

Michael Sigrist bei der Arbeit an der «MS 2017» in der Shiptec-Werft in Luzern. (Bild Eveline Beerkircher)

28. April 2016: Das Schiff wird eingewassert. (Bild: SGV)
20 Bilder
Das neue Schiff hat die Werft Luzern erstmals verlassen. (Bild: Bruno Gisi)
Bei Prachtswetter wird das Schiff im April 2016 eingewassert. (Bild: SGV)
20.08.2015: Michael Sigrist malt den Rumpf an. (Bild: Eveline Beerkircher)
Kurt Roos ist auf dem Hauptdeck mit Malerarbeiten beschäftigt. (Bild: Eveline Beerkircher)
Yvonne Bühlmann bohrt ein Loch in den Boden. (Bild: Eveline Beerkircher)
Nicolai Bättig misst ein Blech aus. (Bild: Eveline Beerkircher)
Blick in den Salon auf dem Hauptdeck. (Bild: René Meier)
Die unteren drei Bullaugen liegen künftig im Wasser, die oberen drei über dem Wasser. (Bild: René Meier)
Sicht unter das Schiff mit den beiden Antriebswellen. (Bild: René Meier)
Im Aussenbereich ist ein Spaziergang gegen das Heck oder den Bug möglich. (Bild: René Meier)
Das Schiff wird in der Werft zusammengebaut. (Bild: René Meier)
Sicht vom Oberdeck auf das Hauptdeck mit der Galerie, welche viel Licht durchlässt. (Bild: René Meier)
19.09.2014: Ein Shiptec-Mitarbeiter ist mit Schweissarbeiten beschäftigt. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Bau der «MS 2017» (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Bau der «MS 2017» (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Bau der «MS 2017» (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Im Frühling soll die «MS 2017» in den See stechen. (Bild: Visualisierung judel / vrolijk & co)
In der Mitte ist der Kompass-Sitz zu sehen, der sich immer nach Norden ausrichtet, egal wie das Schiff fährt. (Bild: Visualisierung judel / vrolijk & co)
Die «MS 2017» fährt bis maximal 30 km/h. (Bild: Visualisierung judel / vrolijk & co)

28. April 2016: Das Schiff wird eingewassert. (Bild: SGV)

25 Schiffsbauer und -techniker von Shiptec, einer Tochtergesellschaft der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV), bauen seit rund einem Jahr am neuen, 63,5 Meter langen Motorschiff. «Das Passagierschiff ist zu einem Drittel fertig gebaut», sagt David Müller, Projektleiter «MS 2017», bei einem Rundgang in der SGV-eigenen Werft. Bereits verbaut sind 180 Tonnen Stahl. Die Arbeiten und die Kosten des 14-Millionen-Baus sind auf Kurs: Im Frühling 2017 soll das Schiff auf dem Vierwaldstättersee verkehren.

«Wir haben verschiedene Spielereien auf dem Schiff geplant», sagt Müller. Unter anderem soll den Passagieren in einem Raum das Gefühl eines U-Boots simuliert werden. Weitere Gadgets sind ein Wasserfall am Heck, ein Kompass-Sitz, der sich immer nach Norden ausrichtet, egal wie das Schiff fährt oder eine Kuppel ganz zuoberst mit 360-Grad-Sicht.

«Saint-Tropez-Feeling»

«Wir wollen den Gästen Saint-Tropez-Feeling auf dem Vierwaldstättersee vermitteln», sagt Müller. Die Komfortansprüche der Passagiere seien gestiegen. Es sei ein Trend zu mehr Ruhe, mehr Platz, mehr Multimedia und mehr Überraschungen feststellbar. Die Gäste kämen aber nicht nur wegen dem Schiff, sondern vorallem wegen dem Panorama.

Auch in Sachen Motor setzt das Schiff neue Massstäbe: Der Dieselmotor wird durch Hybridtechnologie ergänzt. Wie bei einem Auto unterstützt elektrische Energie den Verbrennungsmotor bei Spitzenleistungen, etwa wenn das Schiff beschleunigt.

Hinweis: Wer sich für den Bau der «MS 2017» interessiert, muss den 21. November dick in der Agenda anstreichen. Die SGV lädt zu einem «Tag der offenen Tür». Die Werft darf nur mit Führung betreten werden. Anmeldung ab September auf www.lakelucerne.ch

Technische Daten zum Schiff

  • Länge: 63,5 Meter. Breite: 13,1 Meter
  • Tiefgang: 1,55 Meter
  • Wasserverdrängung: 410 Tonnen
  • Erster Hybridantrieb in der schweizerischen Personenschifffahrt, Hybridmotor mit 1388 PS
  • 5 Decks mit 1400 Quadratmeter Platz
  • Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h
  • Total Arbeitsstunden: 80'000

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René Meier