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LUZERN: Ein Schaustellerleben im Kabäuschen

Sie verkaufen den Määs-Besuchern Nervenkitzel und Glücksgefühle. Uns erzählen die Schausteller, wie sie der Müdigkeit trotzen und warum die Besucher Schlange stehen.
Christian Hodel
Schausteller Riton Griegou wartet auf Kundschaft.

Schausteller Riton Griegou wartet auf Kundschaft.

Noch bis am nächsten Sonntag sind sie die Heimat der Schausteller – die bunten Kabäuschen an der Määs. Zwölf Stunden – von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr abends – hausen sie darin und bringen Jetons an Mann und Frau. Brigitte Maier ist so eine.

Seit 1986 ist sie jedes Jahr an der Määs – und bei Besuchern und Schaustellerkollegen bekannt wie ein bunter Hund. «Es ist rüüdig schön hier drin», sagt sie. Kollegen kämen ab und zu auf einen Schwatz vorbei.

Ein kurzes Nickerchen im Häuschen

In Maiers Arbeitsplatz sieht es aus wie in einem kleinen Wohnzimmer. Neben einer Kommode fehlen auch Kühlschrank und Heizung nicht – «heimelig» ist es im Kabäuschen von Brigitte Maier. Kuschlig warm geht es auch bei Kilian Hermann zu. Links und rechts ist er von Plüschtieren umgeben. Sein Arbeitsplatz an der Lozärner Määs ist am Plüschtiergreifer. «Ein regelrechtes Frauenmagnet» seien die niedlichen Stofftiere, sagt Hermann und setzt sein verschmitztes Lächeln auf. Er sei zufrieden mit dem Geschäft. «Die Kassen füllen sich gut und ‹Lämpe› gab es bisher keine», sagt der Luzerner und wendet sich schon wieder der nächsten Kundin zu, die vor ihm auf dem Europaplatz in der Schlange steht. Verrückt geht es etwas weiter hinten auf dem ­Inseli zu und her. Im Kabäuschen der Bahn «Crazy Run» sitzt Uschi Spengler. Ihre Tochter steht daneben am Mikrofon und heizt mit Worten die Stimmung an. «Sehr laut ist es hier», sagt Uschi Spengler. «Aber auch unglaublich schön.» Sie geniesse die Määs-Zeit in vollen Zügen. «Auch wenn es harte Arbeits­tage sind.» Das Kabäuschen der Tochter sei inzwischen wie ein zweites Zuhause geworden. «Es gehört zu unserem Leben. Für uns gibt es nichts Schöneres.»

Doch wie hält man sich auch an flauen Tagen wach, wenn die Kundschaft ausbleibt? «Ohne Kaffee geht gar nichts», sagt Marcel Flammer, der das Karussell «Bienen-Flug» betreibt. Mit seiner Kaffeemaschine im Kabäuschen steht er nicht allein da. Beinahe alle Schausteller haben es sich auf den wenigen Quadratmetern, die sie haben, gemütlich gemacht. Sogar Kissen für ein kurzes Nickerchen haben einige mit dabei. Viel zum Ausruhen kommen sie aber nicht. Die Besucher stehen Schlange. Das Geschäft laufe bisher ausgezeichnet, bestätigen die Schausteller.

Christian Hodel

Marcel Flammer in der Kasse vom Bienen-Flug. (Bild: Nadia Schärli)
Ernst Rodel (links) und Domenic Kotlcarczyic in der Kasse des Tower. (Bild: Nadia Schärli)
Deborah Reymond beim Cocobong. (Bild: Nadia Schärli)
Kilian Hermann bei den Plüschtier-Greifarmen. (Bild: Nadia Schärli)
Jesse Secco-Bergdort hält die Stellung. (Bild: Nadia Schärli)
Patrick Marti beim Octopus. (Bild: Nadia Schärli)
Robert DJ beim Condor. (Bild: Nadia Schärli)
Riton Griegou beim Dream-Team. (Bild: Nadia Schärli)
8 Bilder

Die Schausteller an der Määs

Zauberhaft! Die Määs in Luzern ist bald vorbei. In Erinnerung bleiben phantastische Bilder wie z.B. diese Lichtshows am Riesenrad. (Bild: Leser Kurt Kaufmann)
Luzerner Määs (Bild: Leser Vincenzo De Chiara)
Määs (Bild: Leser Stefan Kunz)
Spiegelbild des Lebens (Bild: Leser Christoph Mutzner)
Luzerner Määs (Bild: Leser Vincenzo De Chiara)
Der 80 Meter hohe Kettenflieger an der Luzerner Herbstmesse "Määs" (Bild: Leser Lukas Thüring)
Lichtspektakel am Riesenrad. (Bild: Leser Kurt Kaufmann)
Jedes Jahr wieder ein Traum (Bild: Leser Hardy Konzelmann)
Reflexionen des Riesenrades in einer Langzeitbelichtung. (Bild: Leserin Nicole Signer)
Die beiden Nicole geniessen den Höhenflug mit dem Condor an der Määs. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Bahn, welche in 80 Metern Höhe und bis zu 70 km/h schnell fliegt, gehört Hanspeter Maier. (Bild: Dominik Wunderli)
Einen freut die Eröffnung der Määs besonders: den Metzger Urs Doggwiler, der heuer zum 47. Mal am Grill steht und im letzten Jahr massiv für den Erhalt des Standorts Inseli gekaempft hat. (Bild: Jakob Ineichen)
Schausteller an der Määs: Riton Griegou an der Kasse für «Dream-Team». (Bild: Nadia Schärli)
Robert DJ an der Kasse des «Condor» (Bild: Nadia Schärli)
Deborah Reymond an der Kasse «Cocobong» (Bild: Nadia Schärli)
Uschi Spengler an der Kasse des «Crazyrun» (Bild: Nadia Schärli)
Jesse Secco-Bergdorf an der Kasse (Bild: Nadia Schärli)
Brigitte Maier an der Kasse des Etagenrunning (Bild: Nadia Schärli)
Marcel Flammer an der Kasse des «Bienenflug» (Bild: Nadia Schärli)
Määs by night II (Bild: Stefan Kunz)
Ernst Rodel (links) und Domenic Kotlcarczyic an der Kasse des «Tower». (Bild: Nadia Schärli)
Patrick Marti an der Kasse des «Octopus». (Bild: Nadia Schärli)
Das beleuchtete Riesenrad der Mäss spiegelt sich im Wasser vor dem KKL (Bild: Leser Hansruedi Tschudin)
Bewegte Lichter an der Mäss (Bild: Leser Hansruedi Tschudin)
Kilian Hermann bei den Plüschtieren. (Bild: Nadia Schärli)
Mit einem Chlapf... (Bild: Claude Hagen)
... eröffnet Stadtpräsident Beat Züsli (zweiter von rechts) am 1. Oktober die Määs. (Bild: Claude Hagen)
Besucher vor dem Eingang. (Bild: Claude Hagen)
Süssigkeiten und Herze mit Sprüchen warten auf die Besucher. (Bild: Dominik Wunderli)
Margrit Wyder vom James Shop stellt trendige Einkaufswägeli her. (Bild: Dominik Wunderli)
Zipfelkappen sind wieder im Trend, erzählt Hans Wyder. (Bild: Dominik Wunderli)
31 Bilder

Määs 2016

Bis zu zwölf Stunden verbringt Brigitte Maier täglich in ihrem Häuschen an der Määs und bringt Fahrchips an Frau und Mann.

Bis zu zwölf Stunden verbringt Brigitte Maier täglich in ihrem Häuschen an der Määs und bringt Fahrchips an Frau und Mann.

Jetons für die «Crazy-Run-Bahn»: Das Kabäuschen ist für Uschi Spengler (links) und ihre Tochter Melanie ein zweites Zuhause geworden. Bilder: Nadia Schärli (Luzern, 6. Oktober 2016)

Jetons für die «Crazy-Run-Bahn»: Das Kabäuschen ist für Uschi Spengler (links) und ihre Tochter Melanie ein zweites Zuhause geworden. Bilder: Nadia Schärli (Luzern, 6. Oktober 2016)

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