LUZERN: Ein unermüdlicher Arbeiter – auch mit 104 Jahren

Hans Erni feiert am Donnerstag Geburtstag. Unserer Zeitung erzählt der Luzerner Künstler, warum er auch an diesem Tag die Arbeit nicht liegen lässt.

Christian Hodel
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Auch mit 104 Jahren noch aktiv: Hans Erni in seinem Arbeitszimmer in Luzern. (Bild: Remo Naegeli)

Auch mit 104 Jahren noch aktiv: Hans Erni in seinem Arbeitszimmer in Luzern. (Bild: Remo Naegeli)

«In der Jugendzeit habe ich nie gewusst, wie alt ich bin. Heute weiss ich es aus der Zeitung», sagt Hans Erni. Der Luzerner Maler wird am Donnerstag 104 Jahre alt. Doch an Ruhestand denkt er noch lange nicht. «Das Wort Pension kenne ich nicht», sagt Erni. Auch heute an seinem Geburtstag werde er wieder ein paar Stunden in seinem weissen Trainingsanzug in seinem Zimmer sitzen und zeichnen.

«In der Jugendzeit habe ich nie gewusst, wie alt ich bin. Heute weiss ich es aus der Zeitung», sagt Hans Erni. (Bild: Remo Nägeli)
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Der Luzerner Maler wird am Donnerstag 104 Jahre alt. Doch an Ruhestand denkt er noch lange nicht. (Bild: Remo Nägeli)
«Das Wort Pension kenne ich nicht», sagt Erni. Auch heute an seinem Geburtstag werde er wieder ein paar Stunden in seinem weissen Trainingsanzug in seinem Zimmer sitzen und zeichnen. (Bild: Remo Nägeli)
Hans Erni im ehemaligen Biregg-Hallenbad vor seinem Bild «Poseidon». (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Lukas Gieringer, Chef Helikoptersimulator (rechts) 2011 im Gespräch mit Hans Erni über dem Vierwaldstättersee (Bürgenstock rechts, Rigi links). (Bild: Archiv Neue LZ)
Zum 100. Geburtstag des Künstlers Hans Erni zeigt das Kunstmuseum Luzern die umfassendste Erni-Ausstellung, die je zu sehen war. Im Bild Hans Erni im Gespräch mit damaligen Bundesrat Moritz Leuenberger vor dem Wandbild «Die Schweiz, Ferienland der Völker». (Bild: PD)
Hans Erni arbeitet im August 2011 in seinem Atelier am Bild «Wald ist Leben». (Bild: PD)
Olympia hat Einzug gehalten im Garten von Hans Erni in Luzern: Die Kulturstiftung Monte Verità (links Stiftungsdirektor Claudio Rossetti) ehrte den Luzerner Künstler mit einem seltenen Olivenbäumchen. (Bild: Archiv Neue LZ)
So kennt man Hans Erni: Der Künstler bei der Arbeit zuhause in seinem Atelier. (Bild: Archiv Neue LZ)
Hans Erni ist nicht nur der populärste Künstler der Schweiz, er hat auch die Briefmarkenkunst wie kein anderer geprägt. Deshalb erhälnt er vom Schweizer Briefmarkenhändlerverband die Ehrennadel «Goldene Taube». (Bild: Barbara Inglin / Neue LZ)
Hoher Besuch: Der ehemalige Uno-Generalskretär Kofi Annan beehrte Hans Erni, hier zusammen mit dem damaligen Stadtpräsidenten Urs W. Studer. (Bild: PD)
Hans Erni lanciert 2010 seine eigene Guetzli-Dose. Dies in Zusammanarbeit mit einem solothurnischen Guetzli-Hersteller und der Krebsliga Schweiz. (Bild: PD)
Balalaika-Klänge, Kaviarbrötchen, Krim-Sekt und Baltika-Bier: Stilecht verlieh die Gesellschaft Schweiz-Russland (GSR) Hans Erni 2010 die Ehrenmitgliedschaft. (Bild: PD)
Das zweitjüngste Werk von Hans Erni: Die Gestaltung einer 60 Meter langen Wand im Jahr 2009 im Eingangsbereich der UNO in Genf, hier die Entwürfe bei sich zu Hause in Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)
Die Galerie Reichlin in Küssnacht stellte 2008 40 Originale von Hans Erni aus. (Bild: Archiv Neue LZ)
Ex-Miss Schweiz Bianca Sissing (rechts) brachte Blumen ins Verkehrshaus, Geburtstagskind Hans Erni und seine Ehefrau Doris freuten sich zum 101. Geburtstag riesig darüber. (Bild: Archiv Neue LZ)
Hans Erni in seiner Ausstellung im Hans Erni Haus in Luzern. (Bild: Archiv Nadia Schärli / Neue LZ)
Hans Erni im Gespräch mit Adolf Ogi anlässlich der Sendung «Swiss Award 2008», bei der Erni mit dem «Livetime-Award» ausgezeichnet wurde. (Bild: SF/ Daniel Amman)
Hans Erni erhält das Ehrenbürgerrecht der Stadt Luzern am 3. Juni 2004, rechts der damaligen Stadtpräsident Urs W. Studer. (Bild: Archiv Neue LZ)
Die Glasi Hergiswil produziert 2008 999 Glasschalen mit Ornamenten vom Luzerner Künstler Hans Erni anlässlich seines Geburtstages am 21. Februar. Vertrieben werden die Unikate von der Baarer Firma Bradford Group, die Objekte für Sammler auf der ganzen Welt anbietet. Hans Erni im Gespräch mit Marianne Malgieri von der Glasi, die mitgeholfen hat, das Projekt zu erarbeiten. (Bild: Archiv Neue NZ)
Hans Erni stellt 1999 sein neues Buch «Oedipus auf Kolonos» vor. (Bild: Archiv Neue LZ)
Besuch von Uno-Generalsekretär Perez de Cuellar mit Bundespräsident Jean-Pascal Delamuraz und Hans Erni im Jahr 1989. (Bild: PD)
Eröffnung des Hans Erni Museum mit Hans Erni (dritter von links) im Jahr 1979. (Bild: PD)

«In der Jugendzeit habe ich nie gewusst, wie alt ich bin. Heute weiss ich es aus der Zeitung», sagt Hans Erni. (Bild: Remo Nägeli)

Es sei schon etwas Schönes, 104 zu werden, sagt Erni. Aber ihm liege nicht viel an seinem Geburtstag. Sein wahres Fest sei nicht die heutige Feier für die engsten Freunde, die seine Frau Doris (86) für ihn im Haus in Luzern organisiert hat, sondern die Erfüllung der täglichen Aufgaben, sagt Erni.

«Es ist gut möglich, dass ich während der Feier plötzlich eine neue Idee zum Gestalten habe», sagt er. Und dann? «Dann gehe ich zeichnen. Das erfüllt mich.»