LUZERN: Einbahnstrasse wird zum Gerichtsfall

Die Stadt will einen Abschnitt der Bruchstrasse zu einer Einbahnstrasse machen. Dieser Plan sorgt bei Anwohnern für rote Köpfe – und kommt nun vor Gericht.

Yves Portmann
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Beschwerdeführer Christoph Stooss gestern auf demjenigen Teil der Bruchstrasse, der neu im Einbahnregime geführt werden soll. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Beschwerdeführer Christoph Stooss gestern auf demjenigen Teil der Bruchstrasse, der neu im Einbahnregime geführt werden soll. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Situationsplan Bruchstrasse. (Bild: Grafik Loris Succo)

Situationsplan Bruchstrasse. (Bild: Grafik Loris Succo)

Die Stadt will auf der Bruchstrasse zwischen der Kasimir-Pfyffer- und der Klosterstrasse die Verkehrsführung neu regeln und eine Einbahnstrasse installieren. Künftig soll die Fahrt in Richtung Kriens für sämtliche Fahrzeuge – Velos ausgenommen – verboten werden. Der Grund: Vor allem im Feierabendverkehr zwängen sich viele Fahrzeuge durch die Bruchstrasse mit dem Ziel, den oftmals überlasteten Hirschengraben zu umgehen. Dazu verlassen die «Schleicher» die Baselstrasse, biegen in die Bruchstrasse ein und verlassen diese über die Säli- in die Obergrundstrasse.

Gegen die geplante Einbahnstrasse wehren sich Christoph Stooss von der gleichnamigen Glasmalerei am Hirschengraben und vier Anwohner der Bruchstrasse mit einer Beschwerde. Nun wird das Kantonsgericht – wie bei Beschwerden gegen Verkehrsanordnungen üblich – entscheiden müssen. «Sowohl wirtschaftliche wie auch Aspekte der Sicherheit haben uns zu einer Einsprache bewogen», sagt Stooss. Als Gewerbler sei er auf eine gute Anschliessung angewiesen. Zudem müssten die Autofahrer neu mehrere Velowege queren. Dies würde zum Sicherheitsrisiko für die Velofahrer.

Urteil im Frühling

Der Ball liegt nun beim Kantonsgericht. «Wir rechnen im Verlauf des Frühlings mit einem Urteil», sagt Franziska Betschart vom Luzerner Kantonsgericht.