LUZERN: Einbürgerungen: Zahl hat sich verdoppelt

Seit 1997 haben Einbürgerungen insgesamt markant zugenommen. Begehrt ist der rote Pass vor allem bei Balkanstämmigen und Deutschen.

Robert Knobel
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Begehrt ist der Schweizer Pass vorallem bei Balkanstämmigen und Deutschen. (Bild: Keystone)

Begehrt ist der Schweizer Pass vorallem bei Balkanstämmigen und Deutschen. (Bild: Keystone)

Im Kanton Luzern ist die Zahl der Einbürgerungen in den vergangenen 15 Jahren markant angestiegen, wie die Bevölkerungsstatistik zeigt. 2012 waren es 1695 Einbürgerungen, was einer Verdoppelung seit 1997 entspricht. Der bisherige Höchststand wurde im Jahr 2010 erreicht. Für die Luzerne Gemeindeverwaltungen bedeutet dies Mehrarbeit. So sind etwa die Pendenzen bei den Einbürgerungsgesuchen in der Stadt Luzern und Emmen hoch.

Nicht alle bleiben sesshaft

Rund die Hälfte der Eingebürgerten stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien, immer häufiger beantragen aber auch Deutsche den roten Pass. Damit spiegeln sich die grossen Einwanderungswellen dieser Nationalitäten jetzt in den Einbürgerungszahlen wieder. Ob diese Entwicklung so weiter geht, ist aber unsicher. Denn gerade moderne hochqualifizierte «Arbeitsnomaden» haben gar nicht unbedingt vor, sich dauerhaft in der Schweiz niederzulassen, wie es bei Statistik Luzern (Lustat) auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung» heisst.

Jeder Ausländer, der in der Schweiz eingebürgert wird, verschwindet aus der Ausländer-Statistik. Interessanterweise hat die Einbürgerungsquote aber kaum Einfluss auf den Ausländeranteil. Dieser ist im Kanton Luzern stetig, aber gleichmässig am Steigen – von 14,5 Prozent im Jahr 1997 auf 17 Prozent im vergangenen Jahr.