LUZERN: Eklat an Berufsschule

Mit einer Liste von Argumenten, weshalb man mehreren Lehrern des Berufsbildungszentrums Bau und Gewerbe in Luzern kündigen könnte, setzte sich die Schulleitung in die Nesseln.

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Ein verhängnisvoller Klick (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Ein verhängnisvoller Klick (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Das interne Dokument – von einem Mitglied der Schulleitung erstellt – wurde statt nur an die anderen Schulleitungsmitglieder an einen Grossteil der Lehrerschaft verschickt, wie das «Regionaljournal Zentralschweiz» berichtet. Das Dokument beinhaltet subjektive Wertungen und nennt die Lehrer, bei denen man eine Kündigung in Betracht ziehen könnte, beim Namen. Und es sind Beschreibungen wie «Sie kann ihren beruflichen Auftrag kaum wahrnehmen» oder «Er ist ein Chaot und ein durchschnittlicher Lehrer» zu lesen.

Sparübung als Auslöser

Hintergrund sind die Sparbemühungen des Kantons, welche Pensenreduktionen an den Berufsschulen fordern. Laut Christof Spöring, Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung, wird der «Lapsus» kein juristisches Nachspiel haben: «Wir gehen nicht von einer vorsätzlichen Tat mit böser Absicht aus, sondern von einem Fehler, der jemandem passiert ist. Die Führungsperson hat in dieser Situation zudem Grösse gezeigt, hat sich bei allen sofort entschuldigt und den Rücktritt bekannt gegeben.»

io