LUZERN: Eltern wehren sich gegen «Keller-Kindergarten»

Ein Keller im Romerohaus im Würzenbachquartier erregt die Gemüter. 160 Eltern wehren sich dagegen, dass ihre Kinder dort ab August in den Kindergarten gehen sollen.

Rem
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Der Brief an den Stadtpräsidenten. (Bild: zvg)

Der Brief an den Stadtpräsidenten. (Bild: zvg)

Der Brief an den Stadtpräsidenten. (Bild: zvg)

Der Brief an den Stadtpräsidenten. (Bild: zvg)

160 Eltern haben einen offenen Brief an den Stadtpräsidenten Stefan Roth unterschrieben und am heutigen Donnerstag verschickt. Sie fordern den Stadtpräsidenten auf, dass noch vor Schulbeginn im August eine realisierbare Alternative zum «Keller-Kindergarten» im Romerohaus gefunden wird. Laut Mitteilung der IG Schulraum Würzenbach entspreche der Keller, «nachweislich nicht den pädagogischen, betrieblichen und baulichen sowie sicherheitstechnischen Anforderungen für einen Kindergarten». Die IG erwartet vom Stadtpräsident eine Antwort inkl. Alternative bis am 21. Juni.

Bei den Räumen im Romerohauses handelt es sich nach Ansicht der IG um finstere Kellerräume mit einigen, wenigen, kleinen Fenster hoch oben, die sehr wenig Tageslicht einfallen lassen. Insbesondere sei kein direkter Blick ins Freie gewährleistet. Daneben bestünden auch feuerpolizeiliche sowie gesundheitliche Fragen. Der provisorische «Keller-Kindergarten» widerspreche zudem der Publikation des Kantons, wonach «Klassenzimmer nicht im Untergeschoss» platziert werden und «einen direkten Bezug zum Aussenraum» haben sollen.

Hintergrund ist die Schliessung des Schulhauses Schädrüti, wie es der Grosse Stadtrat von Luzern im Rahmen des Berichts und Antrags «Schulraumoptimierung» will. Schüler des Schulhauses Schädrüti sollen im Schulhaus Würzenbach zur Schule gehen. Die IG Schädrüti, die sich für den Erhalt aussprach, spricht von einer Fehlplanung, da im erwähnten Bericht und Antrag des Luzerner Stadtrats ausdrücklich stehe, dass mit den Räumlichkeiten des Schulhauses Würzenbach flächenmässig die Voraussetzungen vorhanden seien, um die Integration zu realisieren und in diesem Einzugsgebiet der langfristige Schulraumbedarf vorhanden sei. Das Schulhaus platze schon jetzt aus allen Nähten. Dass nun ein Kindergarten in die Kellerräume des Romerohauses verlegt wurde, sei der Beweis dafür und die Folge dieser offensichtlichen Fehlplanung, schreibt die IG weiter.

Blick in den Kellerraum des Romerohauses im Würzenbachquartier. (Bild: PD)

Blick in den Kellerraum des Romerohauses im Würzenbachquartier. (Bild: PD)