LUZERN: Emmi legt mit Käse und kaltem Kaffee zu

Schweizer Käse und kalter Kaffee kommen im In- und Ausland gut an. Der Milchverarbeitungskonzern Emmi ist im vergangenen Jahr unter anderem dank diesen Produkten erneut gewachsen.

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Zeigt sich zufrieden: Emmi-CEO Urs Riedener (Archivbild Keystone)

Zeigt sich zufrieden: Emmi-CEO Urs Riedener (Archivbild Keystone)

Der Umsatz legte um 10,6 Prozent auf 3,298 Mrd. Fr. zu. Zudem profitiert Emmi von seinen Zukäufen. Ohne Akquisitionen und Währungseffekte betrug das sogenannt organische Wachstum 1,6 Prozent.

Zum ersten Mal seit 2008 wuchs der Konzern auch in der Schweiz aus eigener Kraft. Dieses organische Wachstum betrug 1,4 Prozent, wie Emmi am Donnerstag mitteilte. Emmi führt den Erfolg auf einzelne Produkte zurück wie der Milchkaffee aus dem Becher, Käsespezialitäten und neue Jogurt-Produkte.

Die grössten Umsätze macht Emmi in der Schweiz denn auch mit Molkereiprodukten (rund 700 Mio. Franken) sowie Käse (rund 541 Mio. Franken) und Frischprodukten wie Drinks und Trinkmilch (rund 346 Mio. Franken). In diesen Produktegruppen konnte Emmi die Umsätze steigern, rückläufig waren sie hingegen beim Frischkäse. Emmi macht den Preisdruck beim Mozzarella dafür verantwortlich.

Negativ auf den Umsatz in der Schweiz wirkte sich der Verkauf der Nutrifrais-Anteile aus. Nutrifrais produziert unter anderem die TamTam-Flans. Insgesamt legte der Umsatz im Heimmarkt Schweiz um 1,1 Prozent zu.

Im internationalen Geschäft, wo Emmi inzwischen 44 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet, weist das Unternehmen ein Umsatzplus von 26 Prozent aus, der Löwenanteil (23 Prozent) geht aber auf Zukäufe zurück. Unter anderem kaufte Emmi den italienischen Desserhersteller Rachelli und die französische Käseverpackerin Diprola. Organisch wuchs der Umsatz im Ausland 2 Prozent.

Zeigt sich zufrieden: Emmi-CEO Urs Riedener (Archivbild Keystone)

Zeigt sich zufrieden: Emmi-CEO Urs Riedener (Archivbild Keystone)

Emmi-Chef Urs Riedener zeigt sich in der Mitteilung erfreut. Der Konzernumsatz entwickelt sich nach Plan.

Richtige Richtung

Dies sei ein klares Zeichen, dass sich Emmi in die richtige Richtung entwickle und die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Emmi hat im vergangenen Jahr seine Organisation umgekrempelt, um seiner Expansionsstrategie noch besser Rechnung zu tragen. Das Schweizer Geschäft wurde aus dem Stammhaus gelöst und die drei Regionen Schweiz, Europa und Americas geschaffen.

Für das Gesamtjahr rechnet Emmi mit leicht höheren Preisen für Rohstoffe und Verpackungsmaterial. Hingegen werde der Einkaufstourismus der Schweizer Konsumenten ins grenznahe Ausland stagnieren oder etwas zurückgehen. Im wichtigsten Auslandmarkt, den USA, rechnet das Unternehmen mit einem besseren Konsumverhalten, in Südeuropa hingegen bliebt die Stimmung gedrückt.

Weitere Details will Emmi an der Bilanzmedienkonferenz am 26. März bekannt geben.

sda

Von hier kommt ein Teil des Schweizer Käse: Kaltbach-Höhle in St. Erhard. (Bild: PD)

Von hier kommt ein Teil des Schweizer Käse: Kaltbach-Höhle in St. Erhard. (Bild: PD)