LUZERN: Emmi treibt Auslandexpansion voran

Der Emmi-Konzern treibt die Expansion ins Ausland voran. Dabei steht in den kommenden sechs bis acht Jahren die Stärkung der Schlüsselmärkte Deutschland, Italien, Österreich, Britannien und USA im Vordergrund.

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Die Produktionslinie für Emminent des Milchverarbeiters Emmi. (Bild Pius Amrein / Neue LZ)

Die Produktionslinie für Emminent des Milchverarbeiters Emmi. (Bild Pius Amrein / Neue LZ)

Diese Absichten bestätigte der Chef des grössten Schweizer Milchverarbeiters, Urs Riedener in einem Interview der Zeitung «Zentralschweiz am Sonntag». Die 43-Prozent-Beteiligung an der spanischen Kaiku-Gruppe könne die Türen nach Lateinamerika öffnen, da Kaiku bereits in Chile tätig sei, sagte Riedener.

Mit Blick auf die Schweiz sagte der Emmi-Chef unter anderem, auch hier bestünden noch Wachstumschancen. In der Vergangenheit sei aber «die Taktzahl der Emmi-Innovationen» am obersten Limit gewesen, auch auf Kosten der Pflege von bestehenden Marken. Bestehende Konzepte würden nun verstärkt ausgebaut. «Wir müssen unsere 'Sleeping Beauties' aufwecken, so etwa Toni, Gerber oder Comella», sagte er.

Zum Geschäft mit Harddiscountern sagte Riedener, man beliefere solche Unternehmungen nur mit Eigenmarken wie Rahm und Butter. Dass bei Lidl Schweiz das Emmi-Produkt «Caffe latte» in den Regalen steht, erklärte er damit, dass Emmi Lidl in Deutschland damit beliefere und Lidl Schweiz diese Produkte wieder importiere. Das sei ihm zwar ein Dorn im Auge, sagte der Emmi-Chef, «aber wir müssen das tolerieren, denn unsere Produkte sind frei verkäuflich».

ap

Das ausführliche Interview lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 19. Juli.