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LUZERN: Emmi wächst und wächst und wächst

Der grösste Schweizer Milchverarbeiter Emmi ist 2013 im Ausland und seit längerem auch wieder im Inland gewachsen. Dabei erzielte das Unternehmen auch mehr Profit.
Umsatz und Betriebsergebnis haben die eigenen Erwartungen übertroffen, sagte Verwaltungsratspräsident Konrad Graber am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz in Luzern. (Bild: Keystone)

Umsatz und Betriebsergebnis haben die eigenen Erwartungen übertroffen, sagte Verwaltungsratspräsident Konrad Graber am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz in Luzern. (Bild: Keystone)

Emmi habe ein erfreuliches Jahr hinter sich, sagte Verwaltungsratspräsident Konrad Graber am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz in Luzern. Umsatz und Betriebsergebnis hätten die eigenen Erwartungen übertroffen.

Der Nettoumsatz stieg auf 3,3 (+10,6 Prozent) Milliarden Franken. Bereinigt um die Erlöse von Liegenschaftsverkäufen haben auch die Gewinnzahlen kräftig zugelegt. So stieg der Reingewinn auf 98 (+8,1) Mio. Franken. Der operative Gewinn (EBIT) legte um 9,4 Prozent auf 160 Mio. Fr. zu.

Inklusive den ausserordentlichen Effekten wie etwa dem Verkauf einer gewerblichen Liegenschaft in Langenthal BE und der Tiefkühllogistik in Kriens LU liegt der EBIT bei 168,5 (+1,7) Mio. Franken. Der Reingewinn wird mit 104,6 (-1,5) Mio. Fr. ausgewiesen.

Angesichts der positiven Zahlen soll die Dividende je Namenaktie von brutto 3,6 auf 3,8 Fr. steigen. Die Generalversammlung entscheidet am 24. April.

Endspurt im zweiten Halbjahr

Nach einem verhaltenen ersten Halbjahr habe Emmi einen Endspurt hingelegt, sagte Konzernchef Urs Riedener. Das Ergebnis sei vor allem dank bewährter Produkte, Innovationen, kürzlich gekauften Unternehmen und einem starken Wachstum in Chile und Tunesien erreicht worden.

Emmi übernahm im vergangenen Jahr die Thurgauer Käserei Studer, den italienischen Desserthersteller Rachelli und beteiligte sich zu 70 Prozent am niederländischen Ziegen- und Schafmilchproduktehändler AVH Dairy Trade BV. Daneben lancierte Emmi neue Produkte wie «Jogurtpur» und den Müeslibecher «Mix-it».

Emmi beobachte laufend die Trends in der Gesellschaft, um entsprechende Produkte anbieten zu können, sagte Riedener. So würden sich immer mehr Leute unterwegs verpflegen statt zu Hause am Morgen- oder Mittagstisch. Zudem habe Emmi mit kleineren Portionen auf die Zahl steigende Zahl von Einzelperson-Haushalten reagiert.

Auf dem Heimmarkt Schweiz, der 56 (Vorjahr: 62) Prozent des Umsatzes ausmachte, erzielte Emmi erstmals nach 2008 wieder ein Wachstum von 1,1 Prozent. Starker Wachstumstreiber war das Käsegeschäft (2,3 Prozent) im Detailhandel sowie der Bereich Pulver/Konzentrate (29,9) in der Industrie.

Kräftiges Umsatzplus im Ausland

Auf den internationalen Märkten steigerte Emmi den Umsatz um 26 Prozent. Bereinigt um die Zukäufe und Währungseffekte lag der Zuwachs bei 2 Prozent. Ausserhalb der Schweiz konnte Emmi in allen Segmenten des Kerngeschäfts zulegen. Die umsatzmässig wichtigsten Länder für Emmi sind neben der Schweiz nach wie vor die USA, Spanien, Italien und Chile.

Das Konzernwachstum geht grösstenteils auf die getätigten Zukäufe zurück. Daneben spielten auch mehr verkaufte Mengen, die Preise sowie Fremdwährungseffekte eine Rolle.

Auch fürs laufende Jahr strebt Emmi ein weiteres Wachstum von 3 bis 4 Prozent an, im Ausland gar ein Plus von 6 bis 8 Prozent. Das Ziel sei ambitiös, sagte Firmenchef Urs Riedener. Der Konzern müsse sich zur Decke strecken, wenn dieses Wachstum erreicht werden solle. Im ersten Quartal 2014 sei man auf Kurs, sagte er.

Das Auslandwachstum soll unter anderem über mehr abgesetzte Produkte und höhere Preise geschehen. Dennoch dürfte es auch in Zukunft weitere Firmenzukäufe geben. Konkrete Projekte nannte die Konzernspitze am Mittwoch nicht. Firmenchef Riedener erklärte, mittelfristig könnten auch neue Märkte erschlossen werden.

500 Millionen für Investitionen und Zukäufe

Emmi sei gerüstet für weiteres Wachstum, sagte Financhef Jörg Riboni. Das Unternehmen habe rund 500 Mio. Fr. Kapital für weitere Investitionen und Zukäufe bereit.

Bis 2015 will Emmi im Ausland ebensoviel Umsatz machen wie in der Schweiz. Heute werden in der Schweiz 56 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet, 44 Prozent im Ausland.

Künftig will Emmi Erfahrungen und Synergien seiner weltweiten Standorte etwa zu betrieblichen Abläufen, zum Einkauf oder zum Infrastrukturausbau besser nutzen. Dazu passte das Unternehmen bereits per 2014 seine Struktur an. Emmi löste das Schweizer Geschäft aus dem Stammhaus und schuf die drei Regionen Schweiz, Europa und Americas.

Die Anleger zeigten sich von den Ergebnissen überzeugt: Die Aktie stand Anfang Nachmittag 1,72 Prozent im Plus. Der Gesamtmarkt (SPI) stand 0,92 Prozent im Plus.

sda

Hinweis: Der vollständige Geschäftsbericht

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