Luzern
Engagierte Mitwirkung beim Agglomerationsprogramm der vierten Generation

Die grosse Mehrheit der Gemeinden, Parteien, Verbände und Organisationen unterstützen die Strategie zur zukünftigen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung in der Agglomeration Luzern. Zu reden gibt der motorisierte Individualverkehr.

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Feierabendverkehr auf der Haldenstrasse in der Stadt Luzern.

Feierabendverkehr auf der Haldenstrasse in der Stadt Luzern.

Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 14. Januar 2021)

(dvm) Vom 4. September bis zum 2. November 2020 führte der Kanton Luzern zusammen mit LuzernPlus die digitale öffentliche Mitwirkung für das Agglomerationsprogramm durch. Insgesamt sind 49 Eingaben mit 476 Anträgen eingegangen, darunter Stellungnahmen von 18 Gemeinden, vier Parteien, zwölf Vereinen und Verbänden sowie vier kantonalen Ämtern. Dies schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Das Massnahmenpaket des Agglomerationsprogramms sei von den Teilnehmenden als insgesamt gut bewertet worden. Die darin enthaltenen Siedlungs-, Landschafts- und Langsamverkehrsmassnahmen würden breit unterstützt. Die Massnahmen für den motorisierten Individualverkehr hingegen erhielten eine geringere Unterstützung. So gingen beispielsweise bei der Frage, welchen Verkehrsmitteln wie viel des begrenzten Verkehrsraums eingeräumt werden soll, die Meinungen am weitesten auseinander. Optimierungspotenzial würden die Teilnehmenden weiter bei den Massnahmen zur Buspriorisierung oder bei der Umsetzung von Tempo 30 und Lärmschutz sehen. Diese und weitere eingebrachte Ergänzungsvorschläge würden zurzeit detailliert geprüft und soweit als möglich aufgenommen.

Gestützt auf die Mitwirkung werde das Agglomerationsprogramm nun konkretisiert und bereinigt, so die Behörden weiter. Anschliessend soll die überarbeitete Version von den Delegierten des Regionalen Entwicklungsträgers LuzernPlus verabschiedet, vom Regierungsrat des Kantons Luzern als Träger – unter Einbezug des Nachbarkantons Schwyz – beschlossen und spätestens am 15. Juni 2021 den Bundesbehörden zur Prüfung eingereicht werden.

Agglomerationsprogramm Luzern

Das Agglomerationsprogramm Luzern der vierten Generation wird zurzeit vom Kanton Luzern unter Co-Federführung des Regionalen Entwicklungsträgers LuzernPlus und des Verkehrsverbundes Luzern (VVL) erarbeitet. Es enthält Massnahmen mit Realisierungsbeginn zwischen 2024 und 2028 und baut auf der Gesamtkonzeption der drei früheren Generationen auf.

In der Agglomeration Luzern leben rund 250'000 Menschen. Mit dem Agglomerationsprogramm werden mit vernetzten Massnahmen die Verkehrs- und Siedlungsherausforderungen der Agglomeration angepackt. Die Massnahmen unterstützen insbesondere die weitere Siedlungsentwicklung nach innen. Sie entlasten die Stadt und die umliegenden Gebiete vom Verkehr, fördern das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr, den Fuss- und Veloverkehr und schonen die Umwelt. Für das Ende 2016 dem Bund eingereichte AP LU der dritten Generation wurde im November 2019 die Leistungsvereinbarung unterzeichnet. Festgehalten sind darin die Massnahmen mit Realisierungsbeginn von 2020 bis 2025 sowie die Unterstützung des Bundes mit Beiträgen von 35 Prozent, was 58 Millionen Franken entspricht. (dvm)

Weitere Informationen zu den Agglomerationsprogrammen: https://agglomerationsprogramm.lu.ch