Luzern erhält ein Filmfestival

120 Filme in fünf Tagen: Mit dem Lucerne International Film Festival soll Luzern zur Filmstadt werden.

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Guido Baechler, Präsident des Lucerne Filmfestival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Guido Baechler, Präsident des Lucerne Filmfestival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Für Cineasten brechen in Luzern bald goldene Zeiten an. In mehreren Hotels werden vom 19. bis 23. Oktober 120 Kurz- und Spielfilme diverser Sparten zu sehen sein. Das Lucerne International Film Festival (Liff) zeigt Produktionen aus aller Welt und ist für alle Filminteressierten zugänglich. «Es soll kein Anlass hinter verschlossenen Türen sein», sagt Festivaldirektor Guido Baechler. Entsprechend setze man auf «qualitativ hochstehenden Mainstream». Von einigen Sponsoren abgesehen, wird der Anlass von einem dazu gegründeten Verein, den Baechler präsidiert, finanziert. Dieser will das Liff, das zunächst 5000 Besucher anziehen soll, in den nächsten Jahren fortsetzen und kontinuierlich erweitern.

Support vom Tourismus

Der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren ist vom Projekt begeistert: «Das passt bestens zu unserem Ziel, die Region Luzern-Vierwaldstättersee als Filmdestination bekannter zu machen.» Der Obwaldner Regisseur Luke Gasser, dessen von Baechler produzierter neuer Film «Bodmers Reise» am Liff Schweizer Premiere feiert, stösst ins selbe Horn: «Wenn Luzern eine Filmstadt sein möchte, ist die Lancierung eines Festivals, mit dem internationale Beziehungen gefördert werden, nur folgerichtig.»

Kritischer sieht man das bei der Stadt: «Hier ein Filmfestival aufzubauen, erachte ich wegen der inländischen Konkurrenz als schwierig», so Kommunikationschef Niklaus Zeier, der damit die bereits bestehenden Anlässe anspricht. Das sieht Filmexperte Michael Sennhauser ähnlich. Als regionales Publikumsfestival könne das Liff aber durchaus Chancen haben.

Dave Schläpfer

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