Luzern
Erhöhte Naphthalin-Werte im Schulhaus Wartegg/Tribschen

Im Schulhaus Wartegg/Tribschen wurden erhöhte Naphthalin-Werte gemessen. Für Schülerinnen und Schüler und Lehrpersonen besteht gemäss der Stadt Luzern keine Gesundheitsgefährdung.

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(stg/std) Die Schulanlage Wartegg/Tribschen wird in den nächsten Jahren teilsaniert und erweitert. Bei den routinemässigen Vorabklärungen wurden in einigen Räumen erhöhte Werte des Schadstoffes Naphthalin gemessen, wie die Stadt Luzern in einer Mitteilung schreibt. Betroffen seien nur Räume im Erdgeschoss, die unterkellert sind. Bei fünf Klassenzimmern sei der Richtwert von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. Der maximal gemessene Wert betrage 80 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Als kurzfristige Massnahme werden nun in den betroffenen Räumen während der Osterferien Luftreinigungsgeräte installiert. Die Erfahrung beim Schulhaus Grenzhof – das deutlich höhere Werte aufwies – habe gezeigt, dass die Werte dank dieser Geräte auf einem tiefen, nicht gesundheitsgefährdenden Niveau gehalten werden können.

Naphthalin ist in Innenräumen heute verboten

Naphthalin gehört zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Es wurde zwischen den 60er- und 80er-Jahren bei Bauarbeiten häufig verwendet. Mit Naphthalin versehenes Teeröl wurde dabei als Schutz vor Feuchtigkeit angebracht – in der Regel in den Fussböden, wie Dokumenten der Stadt Bern zu entnehmen ist. Auch in Mottenkugeln war früher Naphthalin enthalten.

Heute ist die Verwendung in Innenräumen verboten. Der Stoff steht im Verdacht, bei hoher Konzentration krebserregend zu wirken. Wissenschaftlich belegt ist das aber nicht. In Tierversuchen konnte bei hohen Konzentrationen jedoch eine gesundheitsschädliche Wirkung auf die Atemwege aufgezeigt werden. In geringen Dosen ist der Mensch Naphthalin im Alltag übrigens regelmässig ausgesetzt, beispielsweise durch Tabakrauch, Abgase im Strassenverkehr oder beim Grillieren.