LUZERN: Erinnerungen an den Alpenflieger Oskar Bider

Am 13. Juli 1913 hat Oskar Bider als erster Mensch mit einem Flugzeug die Alpen überquert. Zum 100-Jahr-Jubiläum widmet das Verkehrshaus dem Pionier eine Sonderausstellung.

Pd/Rem
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Zwischenlandung in Domodossola um Treibstoff zu tanken. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)

Zwischenlandung in Domodossola um Treibstoff zu tanken. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)

Vor hundert Jahren, am 13. Juli 1913, gelang dem Flieger Oskar Bider aus Langenbruck (BL) die erste vollständige Überquerung der Alpen im Flugzeug von Bern mit Zwischenlandung in Domodossola nach Mailand. Bereits durch die erste Überquerung der Pyrenäen im Januar 1913 zum Helden geworden, nahm Bider nach seiner Rückkehr in die Schweiz an zahlreichen Flugtagen teil. Es war ein grosser Schock für das ganze Land, als Bider 1919 bei einem Absturz in Dübendorf ums Leben kam.

Am 13. Juli 1913 überquerte Oskar Bider als erster Menschen die Alpen in beide Richtungen. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)
13 Bilder
Um vier Uhr früh, einen Tag nach seinem 22. Geburtstag, startete Bider in Bern Richtung Italien. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)
Das Jungfraujoch bildete am Anfang das grösste Hindernis. Bider rang über eine halbe Stunde lang um die letzten hundert Meter... (Bild: Photopress / Verkehrshaus)
... bis er um 6.10 Uhr mit etwa hundert Meter Höhenabstand das Jungfraujoch überquerte. Danach flog er ohne Schwierigkeiten nach Domodossola und später nach Mailand (Bild). (Bild: Photopress / Verkehrshaus)
In Mailand (auf dem Bild Domodossola) wartete Bider 13 Tage auf gutes Wetter, um wieder zurückzukehren. Auf dem Rückflug flog Bider über den Lukmanier und den Chrüzlipass zurück in die Nordschweiz, wo er in Liestal landete, um nachzutanken und seinen Weg über Basel und Bern zu vollenden. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)
Stolz posieren Mechaniker Saniez (links) und Oskar Bider vor der Blériot XI b. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)
Das Flugzeug Blériot XI b: Es ist der gleiche Flugzeugtyp wie bei der erfolgreichen Alpenüberquerung am 13. Juli 1913. Das Flugzeug ist im Verkehrshaus Halle Luftfahrt noch bis am 1. September zu sehen. (Bild: Photopress / M. Christen)
Das Flugzeug Nieuport 23 C-1 mit der Oskar Bider in den Tod stürzte. Am 7. Juli 1919 führte Bider in Dübendorf nach einem Abschiedsfest und einer durchzechten Nacht Flugakrobatik vor. Dabei verunglückte er tödlich. Bider wurde 28 Jahre alt. (Bild: Photopress / M. Christen)
Flugzeugtyp Häfeli DH-3 mit der Oskar Bider eine Tour de Suisse flog. (Bild: Photopress / M. Christen)
Statue von Oskar Bider in der Halle Luftfahrt des Verkehrshaus der Schweiz. (Bild: Photopress / M. Christen)
Der Originalhelm von Oskar Bider. (Bild: Photopress / M. Christen)
Oskar Bider vor seinem Flugzeug nach der Landung in Mailand. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)
Oskar Bider (1891-1919) (Bild: Photopress / Verkehrshaus)

Am 13. Juli 1913 überquerte Oskar Bider als erster Menschen die Alpen in beide Richtungen. (Bild: Photopress / Verkehrshaus)

Originalflugzeug ausgestellt

Themen der Sonderausstellung im Verkehrshaus Luzern, die noch bis zum 1. September dauert, sind die Person von Oskar Bider, seine Pionierleistung bei der Überquerung der Pyrenäen und der Alpen, sein Beitrag zum Aufbau der Schweizer Fliegertruppe und der Mythos, der sich bis heute um ihn rankt.

Zu sehen sind ein Originalflugzeug vom Typ Blériot XI-b und ein Motor vom Typ Gnôme, die von Bider geflogen wurden, sowie zahlreiche weitere Originalobjekte, Dokumente, philatelistische Belege und Erinnerungsstücke.
In der Ausstellung wird auch ein Film zum Thema Bider gezeigt.