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LUZERN: Erster Fall von Sterbehilfe in städtischem Heim

Seit Juli 2012 ist Sterbehilfe in den städtischen Heimen erlaubt. Seither wurde eine Person in den Tod begleitet.
Luca Wolf
Das Schlafmittel Pentobarbital wird von Sterbewilligen eingenommen. (Symbolbild / Keystone)

Das Schlafmittel Pentobarbital wird von Sterbewilligen eingenommen. (Symbolbild / Keystone)

Nach langer Debatte und begleitet von Befürchtungen war es ab Juli 2012 so weit: In den städtischen Alters- und Pflegeheimen sowie in den Pflegewohnungen darf seither unter Auflagen durch spezialisierte Organisationen Sterbehilfe geleistet werden.

Auf Anfrage ziehen Stadtrat Martin Merki und Beat Demarmels, Abteilungsleiter Heime und Alterssiedlungen, eine erste Zwischenbilanz. Laut Merki ist es in den vergangenen eineinhalb Jahren erst einmal zu einem Fall von begleiteter Sterbehilfe gekommen. Aus Diskretionsgründen kann er den Namen des betroffenen Betagtenzentrums nicht nennen.

Unheilbar krank

Die betroffene Person hatte laut Demarmels eine fortgeschrit­tene, unheilbare Erkrankung, «die in ihrem subjektiven Empfinden die Lebensqualität stark einschränkte».

Laut Demarmels gab es seit Juli 2012 zwei Anfragen von Personen aus der Stadt, die in ein Betagtenzentrum eintreten wollten, um mit der Sterbehilfeorganisation Exit aus dem Leben zu scheiden. «Wir haben dies in beiden Fällen abgelehnt, weil eine grundlegende Voraussetzung der Weisung nicht erfüllt war: Für einen Bewohner muss das Heim das zentrale Zuhause sein. Damit wollen wir einen Sterbetourismus verhindern.»

Mehrere Regeln gelten

Die Beihilfe zum begleiteten Suizid in städtischen Heimen ist unter gewissen Kriterien möglich. Dazu gehören folgende:

  • Die Urteilsfähigkeit und Tatherrschaft im Hinblick auf den Suizidentscheid stehen bei der suizidwilligen Person fest.
  • Die suizidwillige Person leidet an einer weit fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung, die zum Tod führt.
  • Bei der suizidwilligen Person liegt keine vorwiegend psychische Erkrankung vor.
  • Die suizidwillige Person hat kein anderes Zuhause ausserhalb der Institution.
  • Die Suizidbeihilfe wird durch eine Sterbehilfeorganisation geleistet.

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