LUZERN: Experten lassen Sprengstoff in Musegghügel detonieren

Unter der Museggmauer kommt es am Donnerstag, 23. Juni, zu Explosionen. Experten werden Sprengstoff gezielt detonieren lassen, um zu ermitteln, ob starke Erschütterungen beim unterirdischen Felsabbau auftreten.

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Im Zuge der Planungsarbeiten des Musegg-Parkhauses lassen Experten Sprengstoff unter der Museggmauer detonieren. (Bild: Visualisierung PD)

Im Zuge der Planungsarbeiten des Musegg-Parkhauses lassen Experten Sprengstoff unter der Museggmauer detonieren. (Bild: Visualisierung PD)

Die Planung eines unterirdischen Parkhauses im Musegghügel schreitet voran. Diesen Sommer wollen die Verantwortlichen so weit kommen, dass das Projekt im Herbst zur Vorprüfung an die kantonalen Behörden gelangen kann. Dabei sind im Zuge der Planungsarbeiten zahlreiche Nachweise zu erbringen – so auch, dass beim unterirdischen Felsabbau oberflächig keine gebäudeschädigenden Erschütterungen auftreten.

Um dies zu ermitteln, finden am 23. Juni tagsüber Erschütterungsversuche im alten Stadtratsbunker unter der Museggmauer statt, mit Hilfe denen die Auswirkungen auf die Museggmauer und die benachbarten Liegenschaften gemessen werden. Gemäss eigenen Angaben hat die Stiftung Museggmauer in Absprache mit der Kantonalen Denkmalpflege ihr Einverständnis für diese Messungen bereits erteilt. 

Wie bereits 1971 werden im Rahmen der Versuche aus dem bestehenden Museggstollen heraus minimalste Sprengstoffmengen zur Detonation gebracht. Synchronisierte Messgeber zeichnen anschliessend die dadurch verursachten Erschütterungen auf. 

Die Messungen führt ein Expertenteam der Steiger Baucontrol AG Luzern in Zusammenarbeit mit dem Sprengfachmann Adrian Gasser durch. Anschliessend wird die Denkmalpflege die Daten von einem Gutachter überprüfen lassen. 

pd/chg