LUZERN: Facebook bremst Polizei aus

Die Erfahrung fehlt – Polizeikorps laufen bei Facebook-Ermittlungen auf. Luzern erhält abschlägige Antworten, und an der Polizeischule Hitzkirch sind Social Media nicht mal ein Thema.

Alexander von Däniken
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Ermittlung in Sozialen Netzwerken sind gemäss Bundesrat verbesserungswürdig. (Bild: Keystone)

Ermittlung in Sozialen Netzwerken sind gemäss Bundesrat verbesserungswürdig. (Bild: Keystone)

Personendaten von 3,3 Millionen Schweizerinnen und Schweizern schwirren im Sozialen Netzwerk Facebook umher. Wollen Polizeikorps per Antrag an solche Daten gelangen, werden sie meistens ausgebremst. Die Erfolgsquote bei Schweizer Behördenanfragen liegt bei bloss 13 Prozent, im Nachbarland Deutschland etwa hingegen bei 37 Prozent. «Die Erkenntnisse aus den Antworten auf unsere Anfragen sind meist zu lückenhaft. Als Ursachen werden technische und rechtliche Gründe angeführt.», sagt Simon Kopp, Mediensprecher der Luzerner Polizei auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung».

Bundesrat sieht Verbesserungspotenzial

Laut Bundesrat ist die Ermittlung in Sozialen Netzwerken verbesserungswürdig. Allerdings wird der Umgang mit Social Media auch gar nicht geschult, wie es bei der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch heisst. Als einziges Korps der Zentralschweiz hat die Kantonspolizei Schwyz einen Facebook-Auftritt.