LUZERN: Fahrkostenabzug: 3000 Franken sind genug

Die Regierung hält an ihrer früheren Absicht fest und will den Fahrkostenabzug in der Steuererklärung auf 3000 Franken beschränken. Der Kantonsrat hatte eine Limite im kantonalen Recht vor einem Jahr abgelehnt.

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Autoverkehr in Hochdorf. (Archivbild Dominik Wunderli)

Autoverkehr in Hochdorf. (Archivbild Dominik Wunderli)

Der Regierungsrat prüfe, die Massnahme im Rahmen der vom Kantonsrat verlangten Steuergesetzrevision erneut vorzuschlagen, heisst es in einer am Montag publizierten Antwort der Regierung auf eine Anfrage von Kantonsrat Franz Grüter (SVP). Einen Zeitplan nennt die Regierung nicht.

Von der Limite wären je nach Wahlkreis zwischen 15 (Stadt Luzern) und 31 Prozent (Willisau) der Steuerpflichtigen betroffen, wie es in der Antwort weiter heisst.

Pendler können ab 2016 bei der direkten Bundessteuer für berufsbedingte Fahrkosten zwischen dem Arbeits- und dem Wohnort nur noch 3000 Franken von den Steuern abziehen. Dies hatte das Schweizer Stimmvolk 2014 zur Finanzierung und für den Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) beschlossen.

Neben dem Bund legten auch die Kantone Bern, Thurgau, Baselstadt und Appenzell-Ausserrhoden eine Beschränkung im kantonalen Recht fest. In weiteren Kantonen sind entsprechende Bestrebungen im Gang, so etwa in Nidwalden, Schwyz, Zug, Zürich, St. Gallen, Aargau, Baselland, Graubünden und Schaffhausen.

Im Kanton Luzern war bis ins Jahr 2000 der Fahrkostenabzug auf maximal 4000 Franken begrenzt. Seitdem gibt es keine Beschränkung mehr.

Das Kantonsparlament hatte die Wiedereinführung einer Limite beim Pendlerabzug im Dezember 2014 abgelehnt, weil sich die Ratsmehrheit gegen eine Steuererhöhung und Belastung des Mittelstandes wehrte. Die Regierung wollte mit den zusätzlichen Einnahmen den Staatshaushalt entlasten. (sda)