LUZERN: Falsche Namen auf schwarzer Liste?

Eine Krankenkasse erhebt schwere Vorwürfe gegen den Kanton: Versicherte seien ohne Meldung auf die schwarze Liste gesetzt worden und das System funktioniere zu langsam.

Luzia Mattmann/Neue Lz
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Die Krankenkasse Groupe Mutuel erhebt Vorwürfe. (Bild: Themenbild Keystone)

Die Krankenkasse Groupe Mutuel erhebt Vorwürfe. (Bild: Themenbild Keystone)

Die schwarze Liste säumiger Prämienzahler sorgt weiter für Wirbel. Nun erhebt die Krankenkasse Groupe Mutuel heftige Vorwürfe gegen die Stelle für ausstehende Prämien und Kostenbeteiligungen (Stapuk): So sollen Versicherte auf der Liste erschienen sein, obwohl sie nicht von der Kasse gemeldet wurden. Ausserdem sei die Bearbeitungsgeschwindigkeit der Meldungen ungenügend.

Alain Rogger, Leiter der Stapuk, weist die Vorwürfe zurück: «Die Aussage, dass wir Versicherte ohne Meldung der Kasse auf die Liste gesetzt haben, ist schlicht falsch.» Auch dass gemeldete Personen erst nach Monaten auf der schwarzen Liste erscheinen, stimme nicht: «Wir setzen die gemeldeten Namen innert wenigen Tagen auf die Liste.

Aber wenn uns die Versicherungen die Namen erst Wochen nach der Einleitung der Betreibung melden, kann es sein, dass die Personen ihre Schuld schon beglichen haben.»

4800 Personen auf Liste

Das offenbar noch nicht optimal funktionierende System schwarze Liste ist inzwischen auch ein Politikum: Die FDP hatte am Donnerstag einen dringlichen Vorstoss eingereicht. Auf der Liste sind derzeit 4800 Personen verzeichnet.

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