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LUZERN: Fangen Tiefbahnhof und Bypass das Mobilitätswachstum wirklich auf?

Ein Nidwaldner rührt am Mobilitätskongress die Werbetrommel für zwei Luzerner Grossprojekte. Aber fangen Tiefbahnhof und Bypass das Mobilitätswachstum wirklich auf?
Alexander von Däniken
Stockender Verkehr durch Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli (Eschenbach, 13. Juni 2014))

Stockender Verkehr durch Eschenbach. (Bild: Philipp Schmidli (Eschenbach, 13. Juni 2014))

Alexander von Däniken

<span class="mail_autor">alexander.vondaeniken@luzernerzeitung.ch</span>

Wo sonst Science-Fiction-Filme gezeigt werden, fand am Mittwoch ein Mobilitätskongress über die Zukunft des Luzerner Verkehrs statt. Passenderweise flimmerte zur Einstimmung ein Film mit fliegenden Autos über die Leinwand. Rund 300 Gäste nahmen in einem Saal des Pathé-Kinos neben der Mall of Switzerland in Ebikon Platz. Die Symbolik von Ort und Thema rundete der Luzerner Regierungsrat Robert Küng (FDP) mit den Hinweisen ab, dass Ebikon ein «Hotspot der Mobilität» darstelle und hier dereinst die Züge in den Durchgangsbahnhof ein- und ausfahren.

Der Durchgangsbahnhof sei denn auch wichtig, um das Mobilitätsbedürfnis in der Zentralschweiz künftig sicherzustellen. Dies sagte Hans Wicki, Nidwaldner FDP-Ständerat und Präsident des Zentralschweizer Komitees für den Durchgangsbahnhof. Dasselbe gelte auch für die Strasse und damit das andere Luzerner Grossprojekt, die neue Autobahn Bypass. «Die Zentralschweiz kann sich beide Projekte leisten. Und sie muss geeint für diese Projekte kämpfen», so Wicki.

Mobilität nimmt bis 2035 um 40 Prozent zu

Das gelte besonders für den 2,5 Milliarden Franken teuren Tiefbahnhof, wo trotz «offizieller Einigkeit» noch immer Stimmen nach Alternativen rufen würden. «Jetzt braucht es Einigkeit – sonst schiebt der Bund den Durchgangsbahnhof nach hinten», warnte der Nidwaldner Ständerat. Es sei bereits 5 vor 12.

Diese Aussagen untermauerte der Luzerner Regierungsrat Robert Küng. Bis 2035 wächst die Bevölkerungszahl im Kanton Luzern um 20 Prozent, 2045 würde geschätzt eine halbe Million Menschen im Kanton leben. Die Mobilität werde bis 2035 um 40 Prozent zunehmen. Aber wo und wie? Aufschluss gibt ein Blick zurück. Norbert Riesen, Direktor von Lustat Statistik, präsentierte weitere Zahlen. Zwischen 2005 und 2015 stieg die Zahl der Autos um 24 Prozent – die Zahl der ÖV-Passagiere um rund 60 Prozent.

Also nur noch auf die Schiene setzen? Da hatte Patrick Angehrn etwas dagegen. Er ist Leiter Linienbusverkehr bei Domo Reisen und sprang für André Schwämmlein ein; der CEO von Flixbus hatte seinen Termin auf dem «heissen Stuhl» kurzfristig abgesagt. Angehrn stellte klar, dass nationale Fernbusse noch lange keine Konkurrenz zur Bahn darstellen, diese aber ergänzen: «Wir sprechen unter anderem Kunden an, für die ein tiefer Preis wichtiger ist als Pünktlichkeit.»

Schiene, Strasse, Verkehrsmittel: Ob das Kabinettstück für den Verkehr der Zukunft gelingt?

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