LUZERN: Fasnacht: Kein Spielzeug für kleine Revolverhelden

An manchen Schulen und Kindergärten sind Spielzeugwaffen bei der Fasnacht verboten. Der Lehrerverband stützt solche Richtlinien.

Guy Studer
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Ein Bub möchte gern mit einer Chäpsli-Pistole an die Fasnacht. In diesem Jahr wird dem aber ein Riegel geschoben. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein Bub möchte gern mit einer Chäpsli-Pistole an die Fasnacht. In diesem Jahr wird dem aber ein Riegel geschoben. (Bild: Archiv Neue LZ)

Am letzten Schultag vor den Ferien ist vielerorts Schulfasnacht. Die Kinder dürfen verkleidet zur Schule kommen. Hoch im Kurs steht bei den Buben wie seit eh und je der Cowboy. Doch vielerorts endet der Spass vor den Schulhaustür. Mehrere Kindergärten und Schulen verbieten Spielzeugpistolen, teilweise gar jede Art von Plastikwaffen.

Keine kantonalen Richtlinien

Besonders restriktiv sind die Regeln auch im Moosmattschulhaus in Luzern. Dort sind jegliche Spielzeugwaffen, also auch Plastiksäbel und dergleichen, verboten. «Gegenüber Gewalt gilt bei uns eine Nulltoleranz», begründet Schulleiter Armin Brunner. Er ist sich aber durchaus bewusst, dass man sich damit nicht nur Freunde macht, «doch wir stehen dazu». Anders ist das etwa an der Montessori-Schule in Luzern. Dort sind Pistolen erlaubt, jedoch dürfen sie nicht knallen. Die restriktiven Regeln werden Annamarie Bürkli, Präsidentin des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, unterstützt: «Man kann nicht das ganze Jahr über Gewaltprävention betreiben und dann an der Fasnacht sagen: ‹Jetzt ist es ok›».