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LUZERN: FCL-Chaot zu Geldstrafe verurteilt

Das Luzerner Kantonsgericht hat einen 23-jährigen Mann aus der Stadt Luzern wegen Landfriedensbruch und Hinderung einer Amtshandlung schuldig gesprochen. Der Mann war im Vorfeld des Europa-League-Qualifikationsspiels des FC Luzern gegen den KRC Genk an Scharmützeln beteiligt.
Der FCL-Chaot lief der Polizei auf der Flucht vor der Schlägerei in die Hände. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Der FCL-Chaot lief der Polizei auf der Flucht vor der Schlägerei in die Hände. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Das Mitglied der Luzerner Fangruppierung United Supporters hat sich am 23. August 2012 anlässlich des Euro-Qualifikations- spiels des FC Luzern gegen den belgischen Verein KRC Genk an Krawallen beteiligt.

Rund 60 Belgier sollen damals bei der Luzerner Reussbrücke in der Krongasse, nahe dem Luzerner Regierungsgebäude, gut einem Dutzend Luzerner gegenübergestanden sein. Es kam zu einer Schlägerei. Nach kurzer Zeit ergriffen die FCL-Anhänger die Flucht Richtung Bahnhofstrasse. Der Verurteilte, der vermummt und auf der Flucht vor den belgischen Fans direkt einem Polizisten in die Arme lief, soll sich mit Gewalt gegen seine Verhaftung gewehrt haben, sagte die zuständige Staats­anwältin an der Verhandlung im November.

«Lebensfremdes Urteil»

Nun hat das Kantonsgericht den FCL-Anhänger mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 110 Franken bestraft. Der Verurteilte wird die Strafe in Form von 360 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten. Ebenso hat er die Kosten des Untersuchungsverfahrens sowie jene des erst- und des zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens zu tragen. Die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts betragen gut 6800 Franken.

Im erstinstanzlichen Entscheid wurde der Mann, der während der Tat alkoholisiert und mit einem Stadionverbot belegt war, freigesprochen. Doch die Staatsanwaltschaft zog den Fall weiter. Grund: Der Entscheid sei «lebensfremd», wie die zuständige Staatsanwältin bei der Verhandlung sagte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das begründete Urteil soll laut Sandra Winterberg Lang, Informationsbeauftragte des Luzerner Kantonsgerichts, in zwei bis drei Monaten vorliegen.

Christian Hodel

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