LUZERN: FCL soll für Polizeieinsätze mehr zahlen

Der Regierungsrat will zusätzliche Polizeikosten auf den FC Luzern abwälzen. Auf Wunsch des Kantonsrats.

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Nach einem FCL-Spiel sperrt die mit Gummischrot und Gasmasken ausgerüstete Polizei die Zentralstrasse in Luzern ab. (Bild: Philipp Schmidli / Archiv LZ)

Nach einem FCL-Spiel sperrt die mit Gummischrot und Gasmasken ausgerüstete Polizei die Zentralstrasse in Luzern ab. (Bild: Philipp Schmidli / Archiv LZ)

Jedes Jahr zahlt der FC Luzern pauschal 570'000 Franken an den Kanton Luzern für die Sicherheit rund um seine Heimspiele. Eine entsprechende Vereinbarung für die Deckung der Polizeikosten ist seit 2010 in Kraft. Mit dem Geld wird rund die Hälfte der effektiven Kosten vergütet, die der Polizei im Rahmen der Fussballspiele anfallen.

Kündigung per 2015 möglich

Nun soll diese Vereinbarung auf den nächst möglichen Zeitpunkt per Ende 2015 gekündigt und neu verhandelt werden. Dies kündigt der Luzerner Regierungsrat in einer Antwort auf einen Vorstoss des grünliberalen Kantonsrats David Staubli an. «In einer neuen Vereinbarung müsste angestrebt werden, die Meisterschafts- und Cupspiele des FC Luzern in die Kategorie mit einer Kostenbeteiligung von annähernd 80 Prozent einzureihen», so der Regierungsrat. Diese neue Einteilung sei eine Folge der vom Kantonsrat geforderten strengeren Praxis bei der Verrechnung von Gebühren bei Veranstaltungen.

Beim FC Luzern nimmt man die Ankündigung der Regierung zur Kenntnis, hält aber fest, dass momentan noch die heute gültige Vereinbarung in Kraft sei. Bis 2015 würden sich auch andere Rahmenbedingungen ändern, etwa wegen des Hooligan-Konkordats, sagt FCL-Präsident Mike Hauser. Trotzdem hat auch er heute schon gewisse Vorstellungen einer neuen Vereinbarung.

Christian Bertschi

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