LUZERN: Fechten auf der Fussball-Tribüne

Fechten boomt. Die Fechtgesellschaft Luzern hat deshalb Platzprobleme. Nun präsentiert der Verein eine aussergewöhnliche Lösung.

Yves Portmann
Drucken
Teilen
Oberhalb der Lumag-Tribüne auf dem Gelände der Messe Luzern soll ein Fechtraum entstehen. Im Bild: Trainer Tamas Kaiser mit vier Nachwuchsfechtern. (Bild Pius Amrein)

Oberhalb der Lumag-Tribüne auf dem Gelände der Messe Luzern soll ein Fechtraum entstehen. Im Bild: Trainer Tamas Kaiser mit vier Nachwuchsfechtern. (Bild Pius Amrein)

«Nach zehnjähriger Suche haben wir endlich eine Trainingshalle gefunden», sagt Maren Zutavern, Vizepräsidentin der Fechtgesellschaft Luzern. Die Lösung ist ebenso unkonventionell wie einzigartig: Zuoberst auf der Lumag-Tribüne sollten eigentlich die Ehrengäste des alten Allmendstadions dem FCL beim Siegen zuschauen. Nur: Der 80 Meter lange und acht Meter breite «Tunnel» ist nie ausgebaut worden und wird seit Jahren nur als Lager gebraucht, wie Urs Hunkeler, Verwaltungsratspräsident der Messe Luzern, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt. Ein idealer Standort also für die Fechtarena Luzern.

Im «Dachgeschoss» der Lumaghalle soll nun eine 70 Meter lange Box erstellt werden mit insgesamt neun Fechtbahnen, einfachen Garderoben und einer Lüftungs- und Heizungsanlage. Die Fechtgesellschaft ist momentan auf der Suche nach Geldgebern und Sponsoren: Das Projekt kostet gegen 400 000 Franken.