LUZERN: Feuerwehr übernimmt ab 2016 den Ersteinsatz

Das Löschpikett der Luzerner Polizei ist im Auftrag der Feuerwehr Stadt Luzern noch bis Ende 2015 das Ersteinsatzelement bei Brandereignissen. Danach wird die städtische Feuerwehr diese Aufgabe übernehmen.

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Ab 2016 wird die städtische Feuerwehr das bisherige Polizei-Löschpikett übernehmen. (Symbolbild) (Bild: Feuerwehr der Stadt Luzern)

Ab 2016 wird die städtische Feuerwehr das bisherige Polizei-Löschpikett übernehmen. (Symbolbild) (Bild: Feuerwehr der Stadt Luzern)

Vor der Fusion der Stadt- und Kantonspolizei wurde das Löschpikett von der Stadtpolizei sichergestellt. Mit der Fusion 2010 wurde es in die Luzerner Polizei eingebunden. Ende 2012 hat der Regierungsrat des Kantons Luzern die Leistungsvereinbarung auf Ende 2014 gekündigt.

Hintergrund war die im kantonalen Projekt «Leistungen & Strukturen I» verlangte Entschädigungserhöhung in der Höhe von 800‘000 Franken pro Jahr. Die Abklärungen der Stadt Luzern haben ergeben, dass es unter diesen Voraussetzungen finanziell interessanter ist, das Löschpikett selber zu führen. Zudem macht es auch aus organisatorischer Sicht Sinn, das Löschpikett bei der Feuerwehr Stadt Luzern anzusiedeln.

In den Verhandlungen haben Stadt und Kanton Luzern beschlossen, die Leistungsvereinbarung für das Polizei-Löschpikett um ein Jahr bis Ende 2015 zu verlängern und die Entschädigung an den Kanton um 400‘000 Franken auf einen Nettoerlös von 1,1 Millionen Franken zu erhöhen.

pd/zim

So funktioniert das Polizei-Löschpikett

Die Feuerwehr Stadt Luzern wird pro Jahr rund 500mal alarmiert. Das Löschpikett der Luzerner Polizei entlastet sie. Es kommt auch bei kleineren Bränden zum Einsatz und sorgt dafür, dass die Milizfeuerwehr nicht jedes Mal aufgeboten werden muss. Rund um die Uhr stehen bei der Luzerner Polizei fünf Leute zur Verfügung, die bei einem Brandalarm unverzüglich ausrücken. Für diese Aufgabe werden die Polizistinnen und Polizisten von der Feuerwehr ausgebildet, ausgerüstet und regelmässig trainiert.