LUZERN: Flüchtlinge liegen dem Kanton auf der Kasse

Die Zahl der Flüchtlinge im Kanton Luzern steigt. Und drückt auf die Kantonskasse. Arbeit für die Flüchtlinge würde Abhilfe schaffen, doch die Wirtschaft bremst.

Yasmin Kunz
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Guido Graf: «Die Wirtschaft scheut sich etwas, Flüchtlinge zu beschäftigen.» (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Guido Graf: «Die Wirtschaft scheut sich etwas, Flüchtlinge zu beschäftigen.» (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Die Zahl der Flüchtlinge im Kanton Luzern steigt jährlich. Letztes Jahr waren 1356 Flüchtlinge von Sozialhilfegeldern abhängig. Heuer sind es bereits 1778 – das kostet. Rund 18'000 Franken pro Flüchtling und Jahr, wie der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf sagt.

Eigentlich sollten Pauschalbeiträge des Bundes diese Kosten abgelten. Graf sagt dazu: «Der Kanton muss im laufenden Jahr aus eigener Tasche noch 8.6 Millionen drauflegen.»

Die Situation könnte entschärft werden, würden mehr Flüchtlinge im Arbeitsmarkt integriert, weiss der Regierungsrat. Doch: «Die Wirtschaft scheut sich etwas, Flüchtlinge zu beschäftigen», so Graf.