LUZERN: Forschungspreis für Luzerner Hausarzt

Der mit 30'000 Franken dotierte Forschungspreis Hausarztmedizin 2013 geht an Christoph Merlo und seine Mitautoren. SIe haben untersucht, wie häufig Vitamin-D-Mangel in der Hausarztpraxis auftritt und welche Symptome infolge dieses Mangels auftreten können.

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Christoph Merlo. (Bild: PD)

Christoph Merlo. (Bild: PD)

Am Donnerstag wird der Luzerner Hausarzt Christoph Merlo gemeinsam mit seinen Mitautoren im KKL Luzern mit dem mit 30‘000 Franken dotierten Forschungspreis Hausmedizin 2013 ausgezeichnet. Zusammen mit dem Hausarztverein Luzern-Reuss, dem Labor Bioanalytica Luzern und dem Institut für Hausarztmedizin in Basel haben die Preisträger die Vitamin-D-Werte von rund 800 Patienten aus 16 Hausarztpraxen untersucht. Nur gerade bei 10 Prozent der Patienten war der Vitamin-D-Bedarf optimal gedeckt, 45 Prozent wiesen einen Mangel auf und 9 Prozent sogar einen schweren Mangel.

Christoph Merlo und die beteiligten Luzerner Hausärzte gingen in ihrer Untersuchung auch der Frage nach, ob bestimmte Symptome, welche für einen Vitamin D-Mangel typisch wären, bei den untersuchten Hausarztpatienten tatsächlich mit einem Vitamin-D-Mangel in Verbindung gebracht werden können. Sie fanden heraus, dass Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel viel häufiger über Müdigkeit und muskuläre Schwäche klagen als Patienten ohne Vitaminmangel. Zudem kamen sie in ihrer Untersuchung zum Schluss, dass die Intensität von Muskelschwäche mit dem gemessenen Vitamin-D-Wert korrelierte.

Der Forschungspreis Hausarztmedizin wurde 2007 ins Leben gerufen und wird seither von der Generikaherstellerin Mepha gestiftet. Er zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit Gesundheitsthemen auseinandersetzen, die in der Hausarztpraxis relevant sind.

pd/zim